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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Feuerwehrauto bei Einsatz verunglückt | 29 Beiträge | ||
| Autor | Dirk8 S.8, Lindau / Bayern | 421914 | ||
| Datum | 18.08.2007 22:22 MSG-Nr: [ 421914 ] | 6895 x gelesen | ||
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Hallo Ralf, Die Frage die ich mir in diesem Zusammenhang stelle: Wie kommen die Fahrer aus so einem Fahrsicherheitstrainig heraus. Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Ich hatte das Vergnügen ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Man lernt die klar die Grenzbereiche eines LKW kennen. Und die sind erschreckend niedrig. Ein Einsatzfahrer bewegt sich automatisch über dem Grenzbereich! Oder fährst Du bei Einsatzfahrt in der Ortschaft weniger als 30km/h. (Wir sind die Übungen bei 30 km/h gefahren. Auf simulierter Regenfahrbahn und ungleichen Gleitbelag war das Fahrzeug nur schwer zu beherrschen) Man darf vom Sicherheitstraining nicht zu viel erwarten. Denn, es ist nur ein Tag an dem man die Fahrübungen durchführen darf. Um die Reaktion reflexartig abrufen zu können, bedarf es wesentlich mehr Übung. Ich Fahre deshalb an den Übungsabend mein Fahrzeug (KATI) nahe am Grenzbereich. Was aber nicht bedeutet, dass ich Hirnlos in der Gegend herum rase. Das meine ich damit nicht! Es geht vielmehr darum die Fahrzeugabmessungen und das, bei mir wechselnde, Beladungsgewicht zu beherrschen und das Fahrzeug jederzeit im Griff zu haben. Das Üben von Gefahrbremsungen und das Ausweichen lässt sich im öffentlichen Straßenverkehr schlicht weg nicht trainieren und ist ohne Anleitung zu gefährlich! Bei den Ausbildungen gibt es ein großes Problem der Finanzierung. Bei uns im GF wurden in den vergangen Jahren nur ein Kraftfahrer pro Ortsverband für die Sicherheitstrainings angemeldet. Im Ganzen besitzen nur drei Helfer die Zusatzausbildung und ob die gerade bei den Einsatzfahrten zu Verfügung stehen ist fraglich. Bei den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis schaut es nicht besser aus. Meiner Meinung sollte das Fahrsicherheitstraining zur Pflichtausbildung gehören. An nimmt auf alle Fälle was mit. Gegen die Nervosität hilft nur ruhe im Fahrzeug schaffen und mäßigend auf den Fahrer einwirken. Das hört sich natürlich einfacher an als getan. Es ist nur menschlich, bei Einsatzfahrten Gas zu geben. Der Unterschied zwischen ?Hobbyfahrer? und Berufskraftfahrer ist bei Einsatzfahrten nicht groß. Die Anforderungen bei Einsatzfahrten unterscheiden sich zum ?normalen? LKW fahren deutlich. Ich habe mit befremden den VOX Beitrag verfolgt. Die Aussage des Herrn in Rot kann ich nur teilweise nachvollziehen. Es ist aber klar, dass wer nicht täglich mit Einsatzfahrten zu tun hat, nicht die nötige Distanz mitbringt, sein handeln unter Einsatzbedingungen voll zu kontrollieren. Wer mal zwei Wochen täglich mit Sondersignal gefahren ist weiß was ich meine. Nach einer gewissen Zeit kannst du ganz entspannt deinen LKW um die Verkehrsinseln bewegen und es macht dir auch nichts mehr aus, wenn dich ein Autofahrer ausbremst. Es ist dann fast wie Päckchen ausfahren. P.S. Bitte, nicht jede Aussage auf die Goldwaage legen. Ich bin Kraftfahrerausbilder im THW und durfte an sämtlichen Fahrerausbildungen teilnehmen. Gruß Dirk OV-Lindau | ||||
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