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RubrikRettungsdienst zurück
ThemaPropan&Butan8 Beiträge
AutorJose8f M8., Gütersloh / 337785
Datum03.05.2006 19:54      MSG-Nr: [ 337785 ]8045 x gelesen

Zu Propan:



Hauptwirkungsweisen :

akut:

Kälteschäden nach Hautkontakt mit entspannter Flüssigkeit;

zentralnervöse Störungen; im Extremfall Erstickung durch

Sauerstoffmangel

chronisch:

Austrocknung der Schleimhäute, Husten, neurotoxische

Effekte, gastrointestinale Störungen und Herzfunktions-

veränderungen durch hohe Konzentrationen (> 1 Vol.%).



Akute Toxizität :

Gasförmiges P. in Konzentrationen bis 10 Vol.% ruft an Haut

und Schleimhäuten der Augen und des oberen Atemtraktes keine

merklichen Reizungen hervor.

Der direkte Kontakt von entspannter Flüssigkeit aus

Druckgasbehältern mit Augen oder Haut führt zu Rötung,

Ödembildung und tiefen Nekrosen aufgrund von "chemischen

Erfrierungen".

Über ein sensibilisierendes Potential auch hoher

Gaskonzentrationen auf die Haut ist nichts bekannt.

Auch eine dermale Toxizität ist kaum zu erwarten, selbst

wenn man sich - unter Verwendung wirksamen Atemschutzes - in

einem konzentrierten P.-Dampf/Luftgemisch aufhält.

Der Geruchsschwellenwert für P. liegt zwischen 5000 und

20000 ppm. Leichte Schleimhautreizungen treten erst bei

viel höheren Konzentrationen auf.

Aus mehreren Studien am Menschen ist ersichtlich, daß

1000 ppm auch keinerlei systemische Wirkungen auslösen. In

weiteren Inhalationsstudien fand man, daß sogar kurzzeitige

Expositionen gegenüber 10000 ppm (1 Vol.%) keine oder

lediglich leichte Benommenheit verursachten. Erst bei

Konzentrationen ab 10 Vol.% kann es, auch in Abhängigkeit

von der Expositionsdauer, zu beschleunigter Atmung,

erschwerter Atmung, Koordinationsstörungen, verminderter

Aufmerksamkeit, emotionaler Instabilität, schneller

Ermüdung, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Bewußtlosigkeit,

Krämpfen und tiefem Koma kommen.

Ein Todesfall durch Asphyxie nach massiver Exposition

gegenüber P. ist beschrieben.

Nach 5 min Exposition gegenüber 100000 ppm (10 Vol.%)

entwickelten Hunde eine Sensibilisierung des Herzmuskels

gegenüber Adrenalin. Die EC50 für diesen Effekt wurde mit

18 % angegeben.

Rhesusaffen, die gegenüber 100000 ppm (keine Angabe der

Dauer) exponiert waren, zeigten lediglich eine Atem-

depression, jedoch keine weiteren Vergiftungssymptome.



Chronische Toxizität :

In einem Versuch benutzten 125 Freiwillige ein Desodorant,

das 65 - 70 Gew.% Propan/iso-Butan enthielt, 2 x täglich

über 12 Wochen. Es wurde keine Irritation der Haut

beobachtet.

Bei wiederholter Exposition gegenüber maximal 8000 ppm P./

Butan zeigten Beschäftigte in einer Flüssiggasabfüllanlage

(Butan/Propan) folgende Symptome: Trockener Husten,

Trockenheit im Hals, gastrointestinale Beschwerden,

Herzfunktionsveränderungen (Sinustachykardie, Extrasystolie

u.a. aus dem EKG ersichtliche Veränderungen).

21 Affen, die inhalativ über 90 Tage gegenüber 750 ppm eines

Körperdesodorierungsmittels exponiert waren, das mehr als

50 % Propan als Treibmittel enthielt, zeigten keine

expositionsbedingten Symptome.



Zu finden in der HVBG- Datenbank GESTIS.

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Don`t use excessive force.



Get a bigger hammer!



Gruß



Jo(sef) Mäschle

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