Hallo,
Geschrieben von Steffen S.Weshalb Du die entsprechenden Ersatzteile für Deine Heizung daheim vorhälst?!
Nein, sicherlich habe ich keinen 1:1-Ersatz für meine Heizungsanlage. Aber ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich vorgehe, wenn die Heizung ausfällt. Da gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Ich werde sicher nicht das komplette Haus heizen können, habe aber mehrere Backup-Lösungen, falls ich die Heizung (die derzeit in sich ein Backup mit 2 Kesseln ist, einmal Holzvergaser, einmal Ölbrenner als Backup, Warmwasser zusätzlich durch Solarthermie) nicht selbst wieder in Betrieb bekomme (Es könnte ja auch die Steuerung selbst, eine Pumpe des Heizkreises, der Pufferspeicher, eine größere Undichtigkeit usw. den Betrieb stören). Die Backup-Lösungen sind u.a. Elektro-Radiatoren und auch ein Gas-Katalytofen. Ganz im kalten sitzen werde ich sicherlich nicht, auch wenn gleichzeitig noch der Strom ausfallen sollte. Als weiteres Backup kann ich natürlich auch woanders Unterkunft finden, denn es handelt sich hier nicht um eine Zentralversorgung eines ganzen Wohngebietes sondern um eine Heizung eines Zweifamilienhauses. Auch gegen längeren Stromausfall bin ich gewappnet, ich habe also meine Hausaufgaben zum Thema Redundanzen gemacht und habe entsprechende Möglichkeiten ohne dass ich gleich die Feuerwehr als Hilfe brauchen würde.
Geschrieben von Steffen S.Ich halte, 99,9% schon für eine ganz gute Quote.
Aber dies widerstrebt uns in diesem Land doch arg; wünschen wir uns doch in allen Lebensbereichen eine 100,1% Sicherheit...
99,9% sind schon eine gute Quote, sofern die echt und nicht nur eine Papierangabe ist, die 100,1 wird man nicht überall erreichen können. Die Frage ist vielmehr, ob ich nicht ein Backup-System brauche, wenn ich eben die 100% nicht erfüllen kann. An manchen Stellen macht das durchaus Sinn. Die Stromversorgung für die kritischen Bereiche einer Klinik hat sicher auch eine 100,1%-Verfügbarkeit. Da gibt es eine Notstromversorgung für alles Lebenswichtige, so muss das in einer Klinik auch für die Heizung funktionieren.
Geschrieben von Steffen S.Aber selbstverständlich ohne, dass der Staat unser Leben reguliert.
Und mit weniger Vorschriften.
Und weniger Bürokratie sowieso.
Thema verfehlt, darum geht es hier nicht.
Geschrieben von Steffen S.Was denn konkret?
Im Falle von Krankenhäusern mal ganz konkret:
- Backup Wasserversorgung mit eigenem Wasserhochbehälter, ausgelegt auf mehrere Tage bei Ausfall der Wasserversorgung,
externe Befüllmöglichkeit usw.
- Backup Stromversorgung, neben USV eigener Notstromdiesel für Komplettversorgung, aufgeteilt in 2 Anlagen als Redundanz, Heizölreservoir für autarken Betrieb des Notstroms und der Heizungsanlage für ca. 1 Monat
- Heizungsanlage redundant ausgelegt mit mehreren Heizkesseln und Pumpenanlagen
- Eigene Küche mit eigener Notvorratshaltung für etwa einen Monat
Hat man zu Zeiten des kalten Krieges alles so erbaut und lange Jahre so vorgehalten. Ich kenne Kliniken, da ist vieles davon noch vorhanden und funktionsfähig, da in der Zeit geplant und errichtet, die Heizölvorräte sind allerdings inzwischen auf einen Vorrat für wenige Tage zurückgefahren und durch Lieferantenverträge mit sicherer Lieferung von x Litern in y Tagen (was im Krisenfall sicher nur auf dem Papier funktionieren wird) ersetzt, die Küche mit allem was dazugehört inzwischen ausgelagert, die Notvorräte aufgelöst usw. Alles aus Kostengründen. Bei Neubauten hat man dann ebenfalls aus Kostengründen auf einige der Redundanzen gleich mal verzichtet, "hat man ja nie wirklich gebraucht". Wenn man's dann doch brauchen würde, bricht das Chaos aus...
Heute bricht ja schon der Notstand aus, wenn mal einer für 2 Tage keine Internetverbindung hat. Früher hatten auch Telefone entsprechende Redundanz (die funktionierten auch bei Stromausfall), die Älteren hier werden das noch kennen.
Gruß,
Michael
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