Rubrik | Freiw. Feuerwehr |
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Thema | Feuerwehrhaus zu niedrig | 46 Beiträge |
Autor | Hans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin | 868325 |
Datum | 04.04.2021 12:58 MSG-Nr: [ 868325 ] | 1652 x gelesen |
Geschrieben von Bernhard D." Hier " mal eine Tabelle von mir über die Normhöhen verschiedener FW-Fahrzeuge der letzten Jahrzehnten, Quellen: Rotes Heft Nr. 8 Feuerwehrfahrzeuge, 6., -9.- u.10. Auflage.
Unter 3 m war es zumindest ab 1968 vielfach schon eng.
Nach Norm war es dann schon eng, faktisch aber haben Feuerwehren noch in den 90er Jahren die Exportversion des Mercedes Kurzhaubers erworben, damit große Fahrzeuge wie LF16 in ihre kleinen Häuser passten.
Diese Möglichkeit besteht in anderen Ländern der Welt auch heute noch, mit ganz regulären, heute verkauften, modernen Fahrzeugen. Ja, auch mit Allradantrieb!

Daß dies hierzulande anders sein würde, hat nicht jeder vorhergesehen.
Grund für den Unterschied ist, daß die USA ihr Autobahnsystem, finanziert aus Bundesmitteln, in den 50er Jahren unter Annahme einer genormten Meterlast gebaut haben, und die LKW auch heute noch die "Federal Bridge Formula" einhalten müssen. Da läßt sich die Bundesregierung nichts abhandeln, die für die Erneuerung der Brücken zuständig ist. Deshalb lohnt es sich dort nicht, kommerzielle LKW kurz zu bauen.
Europa mit seiner engeren Bebauung hingegen hat im Laufe der Jahre zu einer gemeinsamen Formel gefunden, die Wendekreis und Schleppkurve einschränkt. Deshalb lohnen sich Hauber nicht mehr, weil man sie für die meisten kommerziellen Aufgaben nicht sinnvoll einsetzen kann. Als letztes Überbleibsel hat Scania seinen Hauber vor ungefähr 15 Jahren eingestellt.
Man muß dabei auch bedenken, daß die Kabine das teuerste Element eines LKW ist, also die Kabinenstruktur, die von einem Preßwerkzeug aus Stahlblech rausgerumst wird. Die erste Kabine ist fast unendlich teuer, alle weiteren sind spottbillig, und man muß möglichst viele Kabinen aus einem Preßwerkzeug herausholen, damit sich die Sache rechnet. Das ist bei millionenfach verkauften PKW eine sehr viel einfachere Aufgabe als bei LKW-Kabinen.
Hans-Joachim
Meine Prognose für Deutschland: 20000 Coronatote + 100000 Föderalismustote.
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