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RubrikFahrzeugtechnik zurück
ThemaEine Randbemerkung zu Ladekranen10 Beiträge
AutorDirk8 S.8, Lindau / Bayern867589
Datum08.03.2021 17:04      MSG-Nr: [ 867589 ]1951 x gelesen

Hallo Hans-Joachim,
dann mal willkommen im Club.
Welches Fahrzeug mit Hochsitz hast du bei der Ausbildung gehabt? MAN in Blau?

Einige Aussagen darf ich ergänzen.
Hochsitz bedeutet nicht zwangsläufig langweilige Euro-Norm Steuerung!
Je nach Wunsch muss sich der Kranfahrer auch mit Linearhebel bzw. Zweirichtungssteuerhebel (Klaviersteuerung) herumschlagen. (Ich warte noch auf meine Überraschung)
Gleiches gilt für Fernsteuerung. Besonderheit hier ist die genormte Bewegungsrichtungen nicht identisch mit der Euro-Norm Steuerung (Bagger).
Für Baggerfahrer und Hochsitzpiloten ist das,dann tatsächlich die Hölle.
An die Bewegungsrichtungsumkehr gewöhnt man sich recht schnell. Das kann man daheim mit dem Modellauto üben.
Man muss nur anders denken lernen. Dazu bieten aber die Kranhersteller aber mittlerweile Helferlein.
Auch bei der Funkfernsteuerung gibt es Linearhebel.
Ein Mehrfachbedienung wird mit diesen erschwert (Bei dir dauert es wahrscheinlich noch bis du das verlangen verspürst mehr als vier Bewegungen gleichzeitig auszuführen). Bei der Verladung von Sandsackpaletten kann das dann mal kommen
Noch eine kleine Anmerkung zur Sicherheit. Handschuhe sollte man nicht in den Linearhebel verklemmen und man muss immer wissen wo sich die Finger gerade befinden.

Geschrieben von Hans-Joachim Z.Für Feuerwehren ist das Prinzip der kommerziellen Firmen - Personalkosteneinsparung dadurch, daß der Fahrer auch Anschläger ist - offensichtlich sinnlos. Feuerwehren haben Anschläger, warum also tun sie so, als hätten sie keine? Ich jedenfalls sehe nur in den allerseltensten Fällen einen Hochsitz, wenn beispielsweise Rüstwagen oder Hakenlifte mit Kran beschafft werden.

Ja, auch für Faltkrane gibt es Hochsitze! Vielleicht nicht für jeden Faltkran, und vielleicht muß man danach fragen, statt die Option im Prospekt zu sehen, aber es gibt sie.

Zugeben muß ich: Auch ich habe sie bisher nicht vermißt. Ich vermisse sie erst, seit ich selbst so ein Ding zu bewegen versuchte, und anderen Anfängern bei ihren Versuchen zusah.

Ich mach das einsatzmäßige Krangeschäft seit 20 Jahren. Es kommt ganz selten vor, dass man mit qualifizierten Anschläger in den Einsatz fährt. Das hat zur Folge, dass man wegen jeden S... vom Hochsitz grabbeln muss. Funk ist da unschlagbar. Ab einer bestimmten Ausladung ist man mit dem Hochsitz auch zu weit weg.

Warum bestimmte Krane mit Hochsitz ausgestattet sind, oder sein müssen, hast du in der Ausbildung gelernt.
Hochsitze sind heute vielfach Sonderzubehör. Allein der sichere Aufstieg erfordert einen erheblichen Aufwand. Trend geht wenn Richtung Funkfernsteuerung auf dem Hochsitz.
Eines darfst du beim Aufbau aber nicht vergessen. Der Hochsitz braucht Platz! Der ist bei vielen Aufbauten nicht vorhanden. Oder man muss bei der Beladung planen, weil man nicht durch schwenken kann.

Geschrieben von Hans-Joachim Z.Lieber einen vernünftigen Steuerblock und dafür weniger bunt blinkende Elektronik, falls das Geld knapp ist.
In der Theorie schön!
Aber man sollte nicht die Krantechnik vor 20 Jahren mit den heutigen Kränen, mit den gesetzlichen Forderungen, vergleichen! Das ist Geschichte!
Hinter jedem Steuerblock ist heute Elektronik verbaut und hat die Kontrolle! Auf manuelle Steuerung umbiegen ist eine Krücke, weil die Elektronik trotzdem im Hintergrund arbeitet. In ein paar Monate darf ich so eine auf billig getrimmte Krücke ansehen.
Funkfernsteuerung ist, was Fehlermeldung etc. angeht, für den Kranfahrer und vor allem für den Anfänger, viel einfacher zu handhaben. Wenn man dann noch verschiedene Helferlein ordert, wie eine Schwingungstilgung, oder Kranspitzensteuerung (es wird nur die Richtung des Haken vorgenommen der Rest steuert der Kran in seinen Grenzen) kann man auch für Hobbykranfahrer den Kran so aufrüsten, dass er vernünftig/schnell/intuitiv bedient werden kann und nicht zum Sicherheitsrisiko wird.

Geschrieben von Hans-Joachim Z.Alles nur Bemerkungen eines Anfängers, aber ... der Kranführer einer Feuerwehr dürfte recht häufig ebenfalls ein Anfänger sein.

Trifft auf viele zu. Aber es liegt an den Kranfahrern sich die Expertise anzuüben. Außerdem sollte man bei 5 Tagen Ausbildung davon ausgehen, dass man ein fundiertes Grundwissen vermittelt bekommen hat. Damit hat man manchmal deutlich mehr Hintergrundwissen, als in einem 8 Stündigen Crash Kurs eines Berufsprofis, wie ich es mal erleben durfte. (Ich hatte bei den Teilnehmern die jährliche Belehrung machen dürfen mit entsprechenden Reaktionen).
Insofern, auch wenn es noch an der Geschicklichkeit fehlt, so weiß man was man tut und kennt seine und die Grenzen des Krans. Das ist viel wichtiger als ein Lastspiel auf die Sekunde zu optimieren oder schicke Kranmanöver auszuführen.

Wie war bei dir die Verteilung Theorie/Praxis?

Gruß
Dirk

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