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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Taktik Hochhausbrand #
| 6 Beiträge | ||
| Autor | Volk8er 8L., Erlangen / Bayern | 830978 | ||
| Datum | 16.06.2017 10:02 MSG-Nr: [ 830978 ] | 1418 x gelesen | ||
| Infos: | ||||
Pulm hat in seinem Büchlein "Falsche taktik - großer Schaden" mal den Brand in einem größeren Mehrfamilienhaus betrachtet: verrauchung, Rauchschäden, Menschenrettung etc. und dann dargelegt, dass es manchmal besser ist die Leute in den anderen Wohungen zu belassen und nicht zu evakuieren. ABER : das Pulm'sche Beispiel ist irgendwo unter 22m und das Brandereignis ist dabei auf EINE Wohnung beschränkt. Und jetzt zum Thema Hochhaus aus meiner Sicht (Also mehr als 22m): Du hat Aufzugsschächte, Technikschächte, Treppenhäuser. Immer mit der Gefar des Kamineffektes verbunden. Sei es baulich (Aufzugsschacht), oder durch Fehlverhalten (offene, aufgekeilte Türen und offene Brandschotts nach Arbeiten) DLK geht bis in den 7.Stock Von Außen die Fassade naßmachen kannst du aus dem Korb der DLK ca. bis zum 10.OG Also kommst Du nur in Innenangriff an das Feuer ran. Wenn die Fassade jenseits des 10.OG brennt => Scheiße. Dann platzen irgendwann die Fenster und das Feuer kann eindringen - so es schon nicht über die Treppenhäuser, Technikschächte so weit hoch gekommen ist. Dann brauchst Du für den Innenengriff Wasser. Ohne Verstärkerpumpen zu den Wandhydranten läuft da nichts. Und die Pumpen müssen funktionieren und Strom haben. Und die FM müssen zur Einsatzstell mühsam hochsteigen. Das reduziert den Atemluftvorrat und die Einsatzzeit => nächste Scheiße. Also ganz schlechte Karten. So wie ich es persönlich einschätzte hat man wohl nur realistische Chancen beim Büro oder Wohungsbrand, wenn er begrenzt ist. Wir haben im Bereich meiner WF ein Bürohochhaus von Anfang der 1960iger Jahre: Zwei horizontale Barndabschitte die das Gebäude nach oben unterteilen, zwei separate Treppenhäuser, Verstärkerpumpen mit Wandhydranten. Im Alarmfall würden wir mit dem Feuerwehraufzug ca. 2 Stockwerke unter dem Brandgeschoß hochfahren und dann zu Fuß weiter vorgehen. Also immer auch eine riesige Materialschlacht. Aber als es mal im Keller brannte, hatten wir als Folge aufgekeilter Rauchschutztüren im Keller eine Rauchverschleppung durch das gnze Hochhaus durch den Schacht eines alten Postaufzuges :-( Ich sage mal, ohne peinlich genaue Ausführung von Brandschotts, sicheren Brandabschnitten, gesicherter Löschwasserversorgung und Sprinkleranlagen im Inneren um den Brand möglichst einzudämmen. Umfangreicher BMA und gesicherter Alarmierung und Evakuierung (mach' das mal bei einem Wohnhochhaus!!) sowie rauchdichter (überdruckbelüfteter) Treppenhäuser hast Du keine Chance.... Mir wird immer ganz mulmig wenn ich in Ländern in Südamerika etc. die riesenhohen Appartmenthäuser sehe. Ich fürchte dasind alles riesige Menschenfallen. Denn der VB wird dort keinesfalls besser aussehen als in Lomdon. ..natürlich gebe ich hier nur meine ganz persönliche Meinung kund... | ||||
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