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| Rubrik | Einsatz | zurück | ||
| Thema | Tödliche Silo-Explosion in Worms hat gerichtliches Nachspiel - war: 1 Toter und 8 verletzte FA bei Explosion in Worms | 7 Beiträge | ||
| Autor | Seba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP | 811660 | ||
| Datum | 27.08.2015 18:31 MSG-Nr: [ 811660 ] | 6743 x gelesen | ||
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Pressemeldung des LFV RLP zum Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Koblenz Das Thema bewegt Feuerwehr-Aktive und weitere im Brandschutzwesen Tätige nach wie vor: Nach einem Unfall bei einem Brand in einem Silo 2008 in Worms eine Explosion führte zum Tod eines Feuerwehrmannes wollte die Unfallkasse Rheinland-Pfalz Regress vom Betreiber des Silos. Das Landgericht Mainz hatte dies zunächst abgelehnt: krasses und unentschuldbares Fehlverhalten des Feuerwehr-Einsatzleiters sei für den Unfall verantwortlich. Die Botschaft: Wer als Feuerwehr-Führungskraft Entscheidungen fällt, sitzt dabei schon halb im Gefängnisdas konnte so nicht stehen bleiben, ist für uns unakzeptabel, so Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz. Und: Wenn Urteile zukünftig auf Basis dieser einseitigen Würdigung der Umstände gefällt werden, wird kaum noch jemand bereit sein, Verantwortung im Feuerwehrdienst zu übernehmen. Viele werden sich dem nicht aussetzen wollen, bei einem unbeabsichtigten Fehler von vorneherein allein in Regress genommen zu werden. Das kann nicht das Ziel sein, das unsere Gesellschaft verfolgt! Die Unfallkasse hatte sich mit dem Urteil nicht zufrieden gegeben. Das Oberlandesgericht Koblenz hat nun im Berufungsverfahren eine differenziertere Sichtweise vertreten und dies wird der Sache deutlich gerechter, so Hachemer: Das Oberlandesgericht wies darauf hin, dass es sich beim damals angeordneten Einsatz von Wasser nicht um einen Löschversuch, sondern um ein Ausspülen des weitgehend ausgeräumten Silos gehandelt haben könnte. Der Einsatzleiter musste in der besonderen Situation und anhand der von der Betreiberfirma vermittelten Kenntnisse seine Maßnahmen anordnen, so der Präsident. Mit der neuen gerichtlichen Bewertung steht das Handeln der verantwortlichen Einsatzleitung in einem anderen Licht. Es wird berücksichtigt, dass er gezwungen war, innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen zu fällen, die hinterher von Gerichten nach monatelanger, sogar jahrelanger Ermittlungsarbeit betrachtet werden können. Und dass er angewiesen war auf die ihm zu diesem Zeitpunkt zugänglichen Informationen. Deshalb freuen wir uns darüber, dass die Unfallkasse dieses Thema so konsequent verfolgt und ihre Ansprüche anhand eines Vergleichs gegenüber dem Silobetreiber durchgesetzt hat, so der LFV-Präsident "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013) | ||||
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