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| Rubrik | Katastrophenschutz | zurück | ||
| Thema | Umgang mit (zu vielen) freiwilligen Helfern | 28 Beiträge | ||
| Autor | Jose8f M8., Dillingen / Saar / Saarland | 793555 | ||
| Datum | 11.08.2014 08:28 MSG-Nr: [ 793555 ] | 4422 x gelesen | ||
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Hallo! Ich habe mir zumindest mal über Vorplanungen Gedanken gemacht und mal ein bisschen gerechnet: Zuerst mal zwei "Vorbereitungsmöglichkeiten: CERT (USA) Team Österreich Da Österreich eine ähnliche Feuerwehrstruktur hat wie wir ist es besser für Vergleiche geeignet: Österreich hat rund 8,5 Mio Einwohner. Davon sind 250.000 oder knapp 3% aktiv in den Feuerwehren. Team Österreich kann weitere 35.000 oder 0,4% Helfer stellen. Da Team Österreich seit 2007 läuft erwarte ich keine wesentlichen weiteren Steigerungen über die kommenden Jahre, es wird sich irgendwo zwischen 0,5 % und 1 % der Bevölkerung einpendeln, wohl eher bei den 0,5 %. Ich kann darüber also mit ein Paar Jahren Laufzeit also ca. ein Sechstel der Stärke meiner Feuerwehr zusätzlich registrieren - wer dann davon kommt wenn er Zeit hat...nun ja. Darüber hinaus wäre die Frage zu stellen wer sich da registriert. Möglich ist nämlich mal wieder theoretisch alles, aber es stellt sich auch die Vermutung dass der Prozentsatz an Mitbürgern, die körperlich und / oder geistig nie für den Dienst in Feuerwehr oder HiORg geeignet wären verhältnismäßig groß ist. Um so schätzenswerter ist ihr Engagement, aber.... CERT ist in den USA aus der Überlegung entstanden, dass die dort etwa so viele Feuerwehrleute wie wir haben - bloß über die 27fache Fläche verteilt, d. h. wenn auf dem platten Land etwas passiert kann es schon mal ein paar Stunden dauern. Deshalb sollen Nachbarschaftshilfegruppen vor Ort mit einer Minimalausbildung (Größenordnung komplett so 20 Stunden) zeitnah triagieren (Sakrileg, eine ärztliche Maßnahme), Erste Hilfe leisten und einfache technische Rettung bewerkstelligen. OK, besser als garnix, nach deutschem Standard sind ein paar Gestalten mit Bauhelm, Warnweste, Handschuhen, einem Autoverbandkasten und einem Kuhfuß eher überflüssig. Was mache ich also daraus? Ich gehe im Falle einer Großschadenslage / Katastrophe offensiv mit der Möglichkeit um, da hier viele Firmen geschlossen sind und ich durchaus geeignetes Personal aus dem Berufsleben in größerer Anzahl erhalten kann. Ich richte ja nach Lage zentrale Sandsackfüllstellen, Haustierbetreuungsstellen, Arbeitsstellen zum Herstellen der Hauptinfrastruktur (Spaten, Schubkarre, Loch in Straße zubuddeln), Aufräumkolonnen was auch immer ein, über entsprechenden Aufgaben sollte ich mir schon im vorhinein grob Gedanken machen. Dann rufe ich über das Radio auf, um diese zu besetzten. Mit Angabe von Arbeitsorten, erbetenem Anreiseweg (Wenn ich ÖPNV kostenlos organisiere könnte mir das massiv bei der Ordnung des Raumes helfen) und ggf. Öffnungszeiten wenn nicht 24 h gearbeitet werden soll. Ebenfalls über das Radio bestelle ich auch ab, wenn ich genug habe und bitte, für die nächste oder übernächste Schicht zum Ablösen bereitzustehen. Dann versuche ich die Arbeiten möglichst räumlich so zu organisieren, dass ich die spontanen Helfer an möglichst wenigen Stellen zentral einsetze. Das erleichtert das Führen, das Verpflegen, die Dixigestellung, die vor Ort organisierte Erste Hilfe. Jeder dieser Abschnitte braucht dann noch je nach Größe einen Führungstrupp oder eine Führungsstaffel vor Ort mit Funkanbindung an die El um mehr Sand zu bestellen und los gehts... Dabei gehe ich davon aus, dass ich so in der Größenordnung von 5 bis 10 % freiwillige zusätzliche Helfer bekommen kann. Das kann durchaus reizvoll sein, denn in meiner 100.000-Einwohner-Stadt mit so um die 1000 FA kriege ich dann weitere 5 bis 10.000 Helfer. Ich muss aber auch darauf eingerichtet sein diese zu führen, und ich sollte darauf eingerichtet sein diese ein wenig zu betüddeln (Getränke kontinuierlich, Essen alle 4 h) oder schon im vorhinein (Radio) klar ansagen dass ich nicht verpflegen kann und bitte, dass sich die Helfer selbst verpflegen. Gruß aus dem Saarland Jo | ||||
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