News Newsletter Einsätze Feuerwehr-Markt Fahrzeug-Markt Fahrzeuge Industrie-News BOS-Firmen TV-Tipps Job-Börse

banner

Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Notarzteinsatzfahrzeug
RubrikEinsatz zurück
ThemaWahrnehmung und Wirklichkeit10 Beiträge
AutorFran8k E8., Viskafors / Västra Götaland792216
Datum21.07.2014 19:46      MSG-Nr: [ 792216 ]6229 x gelesen

Ja klar! Gerade letztens schön gehabt bei Verkehrsunfall mit 3 Verletzten. Eigentlich einer eingeklemmten Person - aber Ersthelfer haben unter Opferung von Fussknochen den Verletzen befreit. Respekt! Durch ein so kleines deformiertes PKW Fahrerfenster hätte ich den Verletzten nicht rausbekommen. Aber egal.
Nun noch schnell den Notruf getätigt und ... leider nichts von den Verletzungen erzählt - oder nicht nachgefragt - oder was auch immer. Das weiss nur der Telefonmitschnitt.

RTW und NEF wurden 30 Minuten hinzu alarmiert - weil nun ging es dem "Eingeklemmten" deutlich schlechter, auch die anderen 2 Beteiligten mit Wirbelsäulentrauma und Thoraxtrauma klagten deutlich nach 30 Minuten bei 12° Temperatur. *
Wir bekamen über Telefon auf der Anfahrt noch eine kurze Lage von Leitstelle über Handy ("jetzt wollen die doch Hilfe - einer klagt über Schmerzen in den Beinen").

Und kannste Dir vorstellen, was wir zu hören bekommen haben, als 43 Minuten nach initialem Notruf die ersten Rettungsmittel eintrafen? Ich habe zur Beruhigung erst mal den Ersthelfern meinen Melder gezeigt, damit die die Alarmzeit sehen konnten. Danach noch mal schnell weitere Fahrzeuge alarmiert (3 mal liegend Transport nötig - war nichts zu machen, Feuerwehr wegen ordentlich auslaufender Betriebsmittel und ungesicherter Fahrzeuge am Berg, Polizei (naja, die wussten wohl die ganze Zeit von dem Unfall).
Es gibt halt Tage, da verliert man und manchmal kann man nicht gewinnen.

* 34° Grad Kerntemp., ordentlicher Alkoholgenuss und diverse Brüche reichen schon aus, um das Legen eines Zugangs enorm zu erschweren. Und dann ist die Mitarbeit des Patienten bei zweitgenannter Tatsache auch nicht immer goldig. Zumindest nicht, um den Knochenbohrer anzuwenden. Hier haben wir die Frühphase des Schocks leider deutlich verpasst und sind mitten in einen richtigen Schock gerasselt. Bei zeitgerechter Alarmierung wäre alles einfacher gewesen. Halt wirklich blöd gelaufen.

Beitrag inhaltlich zustimmen / ablehnen

<< [Master]antworten>>
flache AnsichtBeitrag merkenalle Beiträge als gelesen markieren
Beitrag weiterempfehlen

 ..

0.119


Wahrnehmung und Wirklichkeit - Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt