| Rubrik | Rettungsdienst |
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| Thema | Ermittlung gegen NA: Lebende Frau für tot erklärt | 21 Beiträge |
| Autor | Fran8k E8., Viskafors / Västra Götaland | 740665 |
| Datum | 03.10.2012 13:52 MSG-Nr: [ 740665 ] | 5954 x gelesen |
Feuerwehr
1. Notarzt
2. Normenausschuss
Geschrieben von Joachim G.Ich kenn es von den Notärzten hier, dass selbst wenn das Verletzungsbild nicht mit dem Leben vereinbar ist, noch ein EKG gemacht wird. Damit sollte man doch sowas ausschließen können, oder?
Nein. Das Herz kann z.B. auch wieder "anspringen", nach einigen Minuten Flimmern. Sehr selten, aber es würde für die Bildzeitung (oder FW Forum ;-)) reichen. Eher gewöhnlich bei starker Unterkühlung.
Geschrieben von Joachim G.Wobei ich mich dabei frage, der NA ist ja nicht das einzige medizinische Fachpersonal vor Ort!? Die beiden RS/RA sind ja auch noch vor Ort. Dann müssen ja eigentlich 6 Augen die Lebenszeichen übersehen haben.
Also komm! Wir Ärzte müssen die Kompetenz haben, Leute für richtig tot zu befunden. 6 Augen helfen eventuell, aber ernsthaft liegt die Sorgfaltspflicht ganz alleine auf meiner ärztlichen Seite. Und wenn der Papst selbst dabei steht und den Tod erklärt. (Beim Wirtschaftsminister könnten wir nun streiten...)
Ich sage mir das immer wieder bei jedem Toten und nehme mir dementsprechend auch mehr Zeit als normal. Mein Spruch dabei: "Wir wollen morgen nicht in der Zeitung stehen." Zur Not liegen lassen und nach einer halben Stunden noch einmal nachschauen.
Ich bin somit Fan des Ultraschalls geworden: Definitive Aussage über das aktuelle Pumpvermögen des Herzens - bei Stillstand hast Du 10- 15 Minuten später die ersten sehr deutlichen Totenflecken und Steife im Kiefergelenk. Dann bin ich mir im gesamten schon sehr sicher, dass der Patient verstorben ist. Aber ich könnte Sachen berichten...
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