| Rubrik | Fahrzeugtechnik |
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| Thema | GPS in Löschfahrzeugen | 46 Beiträge |
| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 453230 |
| Datum | 08.01.2008 17:42 MSG-Nr: [ 453230 ] | 20227 x gelesen |
Rettungsdienst
Notarzteinsatzfahrzeug
Einsatzleitwagen
1. Rüstwagen
2. Rettungswache
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Krankentransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ A)
Nicht zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
1. Europäische Norm
2. Englisch
Rettungstransportwagen
(Altfahrzeuge nach DIN 75080, heute nach DIN EN 1789 Typ C)
Umfangreiche medizinische Ausstattung.
Zum Transport von Notfallpatienten vorgesehen gemäß RettG NW.
Geschrieben von Anton Kastnerhat eine Feuerwehr schon ein Navigationssystem in ihren Löschfahrzeugen und wie sind die Erfahrungen?
Welches System (Hersteller) wurde eingebaut?
Wird dabei evtl. ein System verwendet, das den Bildschirm für die Rückfahrkamera auch für das Navi verwendet?
Machen wir seit Anfang der 2000er beginnend beim RD, NEF, ELW seit einiger Zeit auch bei RW, HLF usw..
Beispieltexte siehe unser Ausschreibungsarchiv
Achtung!
Die Systeme sind i.d.R. nicht Fw-spezialisiert! Meist ist PKW-Software drauf (Brückenhöhen, -klassen usw. beachten!
Auszug aus:
http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatzfahrzeuge_-_technik.html
4.3.4Rückfahrkamera (RFK) und -sensoren (RFS) (Ci)
Um hinter einem Fahrzeug (z.B. RTW, KTW, GW-L2, SW) stehende Personen bzw. Hindernisse auch im toten Winkel der Spiegel sehen zu können, werden ausgehend von Rettungsdienstfahrzeugen zunehmend Rückfahrkameras auch in Einsatzfahrzeuge verbaut. Beim Einlegen des Rückwärtsganges bzw. bei Automatikgetrieben mit Einlegen der Fahrstufe „R“ werden die Kamera und der Bildschirm automatisch eingeschaltet und zeigen das Bild hinter dem Fahrzeug an.
I.d.R. kann außerdem die Bildanzeige manuell zugeschaltet werden.
Eine Rückfahrkamera ersetzt keinen Einweiser!
Bei Schlauchwagen und GW-L in der Funktion als Schlauchwagen sowie bei Streufahrzeugen (z.B. GW-Öl, vgl. Abb. 4.15/1) kann die Funktion auch der Überwachung des Bereichs hinter dem Fahrzeug bzw. auf der Ladefläche dienen. Hier werden dann teilweise auch zwei Kameras (eine auf der Ladefläche, eine am Heck) eingesetzt, die der Fahrer auswählen kann. Eine Kamera ist hier eine gute Ergänzung für eine Sprech- bzw. Signalverbindung. Die Autoren raten davon ab, die Sprech- bzw. Signalverbindung damit zu ersetzen, weil der Fahrer nicht immer auf den Bildschirm sehen kann und dann ggf. eine Problemsituation nicht mitbekommt. Der Monitor sollte auch (z.B. verstellbar) so angebracht sein, dass ggf. ein Mitfahrer das Geschehen hinter dem Fahrzeug beobachten kann, um den Fahrer bei einer solchen „Arbeitsfahrt“ die Möglichkeit zu geben, sich auf das Geschehen vor dem Fahrzeug zu konzentrieren.
Teilweise gibt es Kameras mit Linsenschutz. Dieser soll die Verschmutzung der Linse bei normaler Fahrt verhindern und wird automatisch bei Aktivieren der Kamera geöffnet. Leider ist die technische Zuverlässigkeit des Linsenschutzes i.d.R. dem Preis nicht angemessen, d.h. die Defekte am Linsenschutz steigen mit der Nutzungszeit bzw. -häufigkeit stark an.
Die Kombination des Bildschirms der Rückfahr- bzw. Überwachungskamera mit weiteren Systemen (z.B. GPS-Kartendarstellung aus einem Navigationssystem oder FMS-Kurztextdarstellung) ist grundsätzlich möglich, wenn die Systeme entsprechend passend ausgewählt werden. Diese Technik bietet sich dann an, wenn sehr wenig Platz im „Cockpitbereich“ vorhanden ist oder die Qualität des Überwachungsmonitors durch Nutzung der anderen Technik wesentlich gesteigert werden kann. Hier bieten Touchscreens, die die Autoren aus verschiedenen praktischen Erfahrungen im Bereich von Einsatzfahrzeugen sonst nicht unbedingt empfehlen, ausnahmsweise gewisse Vorteile. Zu bedenken ist allerdings auch, dass bei Ausfall eines Systems mehrere Funktionen ausfallen und ein gleichzeitiger Betrieb ebenfalls nicht oder nur eingeschränkt möglich ist.
Abb. 4.3.4/1: Rückfahrkamera mit Linsenschutz an einem RTW Typ C nach DIN EN 1789, MB Sprinter 412 CDI (Automatik), Aufbau Fahrtec, der Feuerwehr Düsseldorf. (Foto: Cimolino)
Abb. 4.3.4/2: Farb-Bildschirm für eine Rückfahrkamera in einem RTW (hier Sprinter 413 CDI mit WAS-Aufbau) der Feuerwehr Düsseldorf. Der Bildschirm ist so geschaltet, dass er mit einem Navigationssystem (hier Blaupunkt Travelpilot DX-V) und der FMS-Kurztextübertragung im 4m Band des BOS-Funks gekoppelt ist. (Foto: Cimolino)
Abb. 4.3.4/3. Touchscreen für Sondersignalanlage und Zusatzbedienungen für den Aufbau in einer Kabine eines SLF einer Werkfeuerwehr gleichzeitig genützt als Monitor für die Rückfahrkamera und die Kamera auf dem Löscharm. (Foto: Zawadke)
Aus dem Bereich der PKW (Ober- und mittlerweile auch Mittelklasse) sind schon länger Rückfahrsensoren bekannt. Diese gibt es mittlerweile auch als „Rückfahrhindernismelder“, z.B. der Fa. Greensight, für Nutz- bzw. Einsatzfahrzeuge. Durch Ultraschallsensoren werden Hindernisse am Heck des Fahrzeugs erkannt.
Bei der Auswahl derartiger Technik ist zu beachten, dass je nach Sensorik und deren Anbringung bestimmte Bereiche nicht abgedeckt sind!
Ein Rückfahrsensor ersetzt keinen Einweiser!
Abb. 4.3.4/4: Sensor sowie mögliche Anbringung unten (ggf. bei Rettungsdienstfahrzeugen auch oben, wenn z.B. niedrige Krankenhausvordächer, die rückwärts angefahren werden müssen ein Problem darstellen). (Fotos: Greensight) [Geeignete Bilder aus dem Flyer scannen]
...
4.8.1.1.5Fahrzeugortungs- bzw. Navigationssystem (GPS)
Immer häufiger werden Einsatzfahrzeuge mit Navigationssystemen ausgestattet. Verfügt die Leitstelle über ein Rechnersystem, welches die „aktuellen“ Standorte der Fahrzeuge in der Disposition berücksichtigt, so eröffnen sich neue technische und taktische Möglichkeiten. Die Übertragung der notwendigen Ortskoordinaten (GPS-Daten) können sowohl über die Mobilfunktechnik (GPRS/UMTS) oder z.B. über das 4 m Band des BOS-Funks erfolgen. Letztere Möglichkeit hat v.a. einen Kostenvorteil, da die Netzinfrastruktur bereits vorhanden ist und kein zusätzliches Datenvolumen bezahlt werden muss. Mit einem zusätzlichen Schnittstellenbaustein kann der Commander 5 Hörer diese Funktion übernehmen. Die GPS-Koordinaten werden wie FMS-Datentelegramme behandelt und versendet. Zusätzlich können bei entsprechender Systemauslegung die FMS-Kurztexte und andere Informationen auch über den Bildschirm des Navigationssystemes dargestellt werden.
Achtung:
Die Dateninformationen werden zusätzlich zum normalen Sprechverkehr übertragen. Da jedes Frequenzband nur eine begrenzte (Band-) Breite und damit Leistungsfähigkeit hat, schränkt jede Form der zusätzlichen Datenübertragung die Leistungsfähigkeit des Frequenzbandes ein. Werden bspw. zeitlich gesehen zu viele GPS-Koordinaten übertragen, so reduziert sich automatisch die für den Sprechverkehr zur Verfügung stehende „freie“ Zeit. Es empfiehlt sich, die Sendung der GPS-Koordinaten nicht permanent durchzuführen, sondern an den Status des Fahrzeuges zu binden. Immer dann, wenn das Fahrzeug einen neuen Status sendet, oder im Fahrbetrieb nach Zeit- bzw. Entfernungsvorgaben kommen die GPS-Daten dann automatisch hinzu. Die Leistungsfähigkeit des Sprechverkehrs wird praktisch nicht reduziert.
Viele Fahrzeuge verwenden heute aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von Unfallschäden Rückfahrkameras (vgl. Kap. 4.3.4). Während früher autarke Systeme mit eigenen Bildschirmen Verwendung fanden, ist heute der Anschluß an ein geeignetes Navigationssystem möglich. Über eine entsprechende Schnittstelle (Videobaustein) wird der Monitor des Navigationssystems gleichzeitig als Monitor für die Rückfahrkamera genutzt. Immer dann, wenn der Rückwärtsgang des Fahrzeuges eingelegt wird, erfolgt die automatische Aufschaltung der Rückfahrkamera.
Die Feuerwehr Düsseldorf kombiniert in neuen Fahrzeugen die Übertragung von GPS-Koordinaten im 4 m Band mit der gleichzeitigen Verwendung eines Monitors für das Navigationssystem, die Rückfahrkamera und die Darstellung von FMS-Kurztexten und anderen Informationen. Basis ist hierfür die Verwendung von verschiedener Commander 5 Komponenten und Schnittstellenbausteinen.Vgl. Abb. 4.3.4/1 und Abb. 4.3.4/2.
Die Fa. CARLS zeigte auf der RettMobil 2005 eine ähnliche Komplettlösung auf Basis verschiedener Funkgeräte sowie Anbaugeräte, vgl. www.el-carls.de .
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mit privaten und kommunikativen Grüßen
Cimolino
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| | 08.01.2008 17:22 |
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Anto7n K7., Mühlhausen |
| | 08.01.2008 17:31 |
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Chri7sto7ph 7R., Berching |
| | 08.01.2008 17:36 |
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Anto7n K7., Mühlhausen |
| | 08.01.2008 23:03 |
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Andr7eas7 S.7, Freising |
| | 08.01.2008 17:42 |
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Ulri7ch 7C., Düsseldorf |
| | 08.01.2008 18:05 |
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., Grafschaft |
| | 08.01.2008 18:12 |
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Ulri7ch 7C., Düsseldorf |
| | 08.01.2008 20:22 |
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Anto7n K7., Mühlhausen |
| | 08.01.2008 18:21 |
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Ingo7 z.7, LK Harburg |
| | 08.01.2008 18:28 |
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Denn7is 7E., Menden |
| | 08.01.2008 18:39 |
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Ulri7ch 7C., Düsseldorf |
| | 08.01.2008 20:07 |
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., Frielendorf |
| | 08.01.2008 20:14 |
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Dani7el 7B., Westhofen |
| | 08.01.2008 20:25 |
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., Frielendorf |
| | 29.01.2008 08:11 |
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., Frielendorf | |