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| Rubrik | Katastrophenschutz | zurück | ||
| Thema | Waldbrände Spanien - können künftig 10 Hubschrauber den Süden retten? | 7 Beiträge | ||
| Autor | Jürg8en 8S., Dortmund / NRW | 418259 | ||
| Datum | 01.08.2007 11:13 MSG-Nr: [ 418259 ] | 5871 x gelesen | ||
Hallo, wie Ulrich und Detlef schon schreiben: Ohne Bodentruppen geht es nicht. Die Frage ist nur, ob hier die viel propagierte Europafeuerwehr das Allheilmittel sein kann. Neben hervorragend ausgebildeten Einsatzgruppen, die europaweit schnell und autark zum Einsatz kommen können (z.B. die Kameradinnen und Kameraden von @fire, die in der Vergangenheit mehrfach eindrucksvoll bewiesen haben, daß dieses Konzept sinnvoll ist und gut funktioniert) muß meiner Meinung nach auf örtlicher Ebene noch deutlich mehr passieren, nämlich die Einrichtung örtlicher freiwilliger Feuerwehren, vor allem in den ländlichen Bezirken der südeuropäischen Länder. Man sieht am Beispiel Griechenlands sehr gut, was örtliche freiwillige Einheiten leisten können. Die freiwilligen Feuerwehrstützpunkte der E.S.E.P.A. in der Region Pylion/Volos haben in den letzten Wochen maßgeblich zur Brandbekämpfung in ihrer Region beigetragen und dabei erheblichen Schaden von den teilweise schwer zugänglichen Dörfern (enge, steile Bergstraßen, die BF aus Volos braucht deutlich über eine Stunde rauf in diese Dörfer) abwenden können. Eine schnelle Attacke durch lokale freiwillige Feuerwehrkräfte ist ein Element der Waldbrandbekämpfung, das leider in vielen Ländern Südeuropas nur spärlich ausgebildet ist. Auch in Griechenland stehen wir mit gerade einmal 35 freiwilligen Feuerwehrstützpunkten noch ganz am Anfang, aber immerhin ist der Anfang bereits gemacht. Und man staunt, was unsere griechischen Kameradinnen und Kameraden mit der alten Spendenausrüstung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu leisten imstande sind. "Omma" z.B., unser 42 Jahre altes Magirus-Eckhauber-TLF aus Tsagarada/Pylion war tagelang im Dauereinsatz... Wir sind seitens der E.S.E.P.A. dankbar für jedes Spendenfahrzeug und jede Materialspende, die uns bei unserer Aufbauarbeit vor Ort weiterhelfen. Am kommenden Wochenende werden wir zwei weitere Spendenfahrzeuge auf eigener Achse nach Griechenland überführen. Unser Feuerwehrhilfsprojekt ist von einer ausgesprochenen Nachhaltigkeit geprägt. Wir helfen nicht einer lokalen Feuerwehr an einer lokalen Stelle, sondern unterstützen die E.S.E.P.A. beim Auf- und Ausbau eines griechenlandweiten Netzwerkes aus freiwilligen Feuerwehrstützpunkten, die selbstverständlich voll in das System der öffentlichen Gefahrenabwehr eingebunden sind (Alarmierung über die Leitstellen der Berufsfeuerwehr, enge Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr etc.). Zusätzlich veranstaltet die E.S.E.P.A. seit 2001 in den Sommermonaten ein Waldbrandcamp in Rizomata, ca. eineinhalb Fahrtstunden südwestlich von Thessaloniki gelegen. Hieran nehmen Feuerwehrleute, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstpersonal aus dem gesamten deutschsprachigen Raum Europas, sowie Griechenland und Zypern während ihres Urlaubes teil und setzen mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz die Idee einer "Europafeuerwehr" (natürlich im kleinen Maßstab!) bereits um. Denn auch wenn unsere Campbesatzung "nur" in Griechenland zum Einsatz kommt, so ist sie dennoch eine Feuerwehreinheit, die sich aus Teilnehmern von vielen europäischen Feuerwehren rekrutiert, und in der einmaligen internationalen Kameradschaft unseres Camps wird er tatsächlich schon sichtbar, der europäische Geist der Feuerwehr. Ausführliche Infos zur E.S.E.P.A. und zu unserem Waldbrandcamp findet Ihr bei www.esepa.net . Mit kameradschaftlichem Gruß, Jürgen Sprengel, E.S.E.P.A. Orga-Team PS: Meine private Meinung! | ||||
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