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| Rubrik | Rettungsdienst | zurück | ||
| Thema | Wann wurde load & go in D eingestellt? | 10 Beiträge | ||
| Autor | Clau8s K8., Osnabrück / Wetzlar / Niedersachsen / Hessen | 390573 | ||
| Datum | 11.03.2007 00:05 MSG-Nr: [ 390573 ] | 6398 x gelesen | ||
Nabend, Geschrieben von Josef Mäschle Wenn ich mich recht entsinne hatte Anfang der 70 er Jahre in München das erste NA-System in D Premiere. Wie schon geschrieben, war es doch um einiges früher. Zitat aus dem Buch "Rettungsdienst" von Kühn/Luxem/Runggaldier: Am 16.2.1957 rückte das "Heidelberger Klinomobil " zum ersten Mal aus. Mit einem Daimler-Benz-Omnibus (O 320 H) wollte Bauer noch an der Einsatzstelle große Chirurgie betreiben. Man hatte noch nicht erkannt, dass die Sicherung der Vitalfunktionen vor der chirurgischen Definitivversorgung steht. Obwohl sich dieser Operationswagen bald als Fehlentwicklung herausstellen sollte, war die Grundidee von Kirschner verwirklicht. Köln als Motor der Entwicklung Ein anderes System war wesentlich effektiver. Am 3.6.1957 rückte in Köln zum ersten Male ein moderner Notarztwagen aus (s. Abb. 28.1, Abb. 28.2). Unter der ärztlichen Leitung von Friedhoff und Hofmann installierte man das neue Kölner System. Der "Notfallarztwagen" (auf der Basis des Ford-Lkw FK 2500) war bereits mit Funk ausgestattet. Grundsätzlich entsprach das System einem NAW heutiger Prägung. Im Einsatzfall übernahm man einen Arzt der chirurgischen Universitätsklinik. Die Tatsache, dass die NAW-Systeme zunächst als Unfallwagen gedacht waren, zeigt sich auch in den Einsatzstatistiken der frühen Jahre. Die Anzahl der chirurgischen Einsätze dominierte; das Aufkommen internistischer Einsätze lag bei ca. 14 %! Durch Köln beeinflusst, entstand 1966 an der Isar der "Gemeinsame Notarztdienst der Landeshauptstadt und des Landkreises München". Mit einem BMW-Funkdienstwagen wurden die Ärzte zum Einsatz gefahren. Geschrieben von Josef Mäschle Irgendwann in diesem Zeitrahmen muß doch auch das gesamte System des deutschen Rettungsdienstes vom load & go, also Transport des Patienten ohne umfassende Stabilisierung zur Erstversorgung am Unfallort durch entsprechend qualifiziertes Personal erfolgt sein. Wann vollzog sich dieser Übergang in D? Dürfte regional sehr unterschiedlich gewesen sein - alleine schon abhängig davon, was für Personal zum Einsatz kam, was dieses technisch, ausbildungsmäßig und rechtlich machen konnte und gemacht hat. Auch wenn die ersten Notärzte schon in den 50ern zum Einsatz kamen, von einer mehr oder weniger flächendeckenden NA-Versorgung konnte in einigen Regionen erst in den 80ern die Rede sein. Geschrieben von Josef Mäschle Geschah das überall recht einheitlich, z. B. durch Änderungen der rechtlichen Grundlagen, oder vollzog sich die Sache nach und nach? Siehe oben, es wird vor allem an den Rahmenbedingungen gelegen haben, daran ob Ärzte zur Verfügung standen oder inwieweit das System an sich gefördert wurde - auch in der Frage, was nichtärztliches Personal machen durfte. Allgemein würde ich weniger in Nord/Süd oder FW/HiOrg differenzieren, sondern eher in Stadt/Land. In vielen Großstädten kamen spätestens in den 70ern NA-Dienste zustande, auf dem Lande oftmals deutlich später (zumindest in festen Strukturen - oftmals wurden Mängel im organisierten System durch viel Engagement einzelner Ärzte ausgeglichen). Geschrieben von Josef Mäschle Das Berufsbild von RS und RA ist doch auch erst vor einigen Jahren, so etwa 98 offiziell anerkannt worden? Den RS gibt es seit 1977 durch eine Einigung des Bund-Länder-Ausschusses zur Festlegung auf eine 520h umfassende Ausbildung. Den RA gibt es seit 01.09.1989, an diesem Tag trat das RettAssG in Kraft. Gruß, Claus Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher. (Einstein) | ||||
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