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RubrikFahrzeugtechnik zurück
ThemaHLF - Seilwinde - Verwendung eines Kernmantelseils?!?!?55 Beiträge
AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen363587
Datum01.10.2006 19:58      MSG-Nr: [ 363587 ]20484 x gelesen
Themengruppe:
  • Leinen, Seile, Knoten, Stiche

  • Hallo Makus,
    Danke für deine Mühe.
    Das Ergebnis habe ich etwa auch so erwartet ;-)

    Zur Erklärung gehe ich mal ganz weit zurück:
    Als ich in jungen Jahren mit Klettern anfing (die "Wäscheleinenzeit" lasse ich mal aussen vor) hatten wir spiralgeflochtene Seile aus Polyamid Dm 12 mm (Dederon, Nylon).
    Die waren sehr elastisch (dynamisch?) und man konnte sich mit einem normalen Brustbund einbinden und da auch hineinstürzen (oh Gott Fw. heute!). Genau so, nur dünner waren unsere Fw-Fangleinen.
    Um 1970 kamen die "Kernmantelseile". Da hier der tragende Faden nicht mehr schräg durchs Seil ging, war gleiche Bruchkraft bei geringerem Gewicht/Durchmesser erreichbar. Auch der Verschleiß am Fels war besser erkennbar, weil der Mantel nicht tragen muss.
    Allerdings waren die Seile nicht mehr so dehnbar, was den Fangstoß deutlich schmerzbarer machte. Es wurden "Klettergürtel" mit größerer Wirkungsfläche erfunden und verwendet.
    Und die weitere Entwicklung nahm seinen Lauf...

    Heute verwendet man v.a. Begriffe und hinterfragt selten:

    Dehnung max. 5 % bei 150 kg
    zu:
    Statische Dehnung 10 % (Einfachseile, Zwillingsseile) bzw. 12 % (Halbseile) bei 80 kg
    ist für mich eigentlich das Gleiche: 5 % / 150 kg = 10 % / 80 kg.

    Dynamische Dehnung max. 40 % bei 80 kg (Einfachseile, Zwillingsseile) bzw. 55 kg (Halbseile), Fallhöhe so irgendwas um die 2,5 m rum
    Alles dehnt sich, die Frage ist, ob der Fangstoß die Reißfestigkeit überschreitet oder nicht und ob der zu fangende Körper den Stoß überlebt/vertragen kann.
    Z.B werden beim Bungeespringen "Gummiseile" eingesetzt was jeden Kranfahrer in die "Gummizelle" bringen würde.

    Aus o.g. Angaben zur Dehnung, die < 10 % der Bruchkraft der Seile betragen sollten kann man mit linearer Annahme der "Federkennlinie" den Fangstoß berechnen (die Energie muß das Seil als "Bremsarbeit" vernichten (rel. Problemlos), der Stoß muß kleiner der Bruchkraft sein (kritisch):

    F = m * g * h / s

    m = Masse
    g = Erdbschlng. (9,81 m/s^2)
    h = freie Fallhöhe (ohne Luftwiderstandsbetrachtung)
    s = Bremsweg

    Es ergibt sich beim Sturz aus 2,5 m in ein 2,5 m Dynamikseil mit 40 % Dehnung (= 1 m) ein Fangstoß von 2000 N, was keine signifikante Annäherung an die Bruchkraft, selbst einer Fw-Halteleine bedeuten sollte.

    Merkst Du, was ich sagen will?


    mkg hwk

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