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| Rubrik | Berufsfeuerwehr | zurück | ||
| Thema | Studim 'RESCUE ENGINEERING' | 59 Beiträge | ||
| Autor | Ralf8 S.8, Gerlingen / NRW | 345397 | ||
| Datum | 26.06.2006 23:38 MSG-Nr: [ 345397 ] | 22534 x gelesen | ||
Ich glaube, ich muß jetzt auch noch meinen Senf dazu geben ;-) Liebe Leute - ein Artikel aus der Feuerwehr-Bravo gibt inhaltlich sicherlich nicht annähernd genug für eine fachliche Diskussion über Sinn und Unsinn eines Studienganges her. Aber diese Diskussionen um Rescue ja oder nein und welchen Sinn macht das ganze eigentlich, werden ja nicht nur hier geführt. Fakt ist, ein Bedarf an solchen Leuten scheint vorhanden zu sein. Zum einen gibt es RSC mittlerweile auch in Hamburg, es gibt Sicherheit und Gefahrenabwehr in Magdeburg, es gibt SiTe, demnächst vielleicht auch noch Hazard Control in HH. (Der dann angeblich auch das duale Studium ermöglichen soll) Worüber sich jeder im klaren sein sollte - der Garantieschein zur BF ist der RSC Abschluß mit Sicherheit nicht. Jedoch erleichtert er sicherlich den Einstieg in die "Branche" im allgemeinen - und zur "Branche" gehören für mich neben der BF alle anderen HiOrgs und Unternehmen, die in irgendeiner Form mit solchen Behörden zusammen arbeiten oder ein eigenes Interesse an Sicherheitsfachleuten haben. Nicht zuletzt erhalten RSC´s Zusatzqualifikationen beispielsweise im Bereich Qualitätsmanagement oder als Strahlenschutzbeauftragter. Das ein Rettunsgingenieur niemals einen Spezialisten in einer Behörde ersetzten kann (Bsp. VB/Bauingenieur) ist vollkommen logisch und hat Kollege Uwe Becker bereits vor einem Jahr im "Brandschutz" geschrieben. Jedoch ist die generalistische Auslegung des Studienganges mit fachspezifischen Vertiefungen (Und da ist Recht nur EIN Thema) für die Arbeit bei beispielsweise einer BF genau das richtige! Denn im Einsatzdienst sind Leute gefragt, die auf viele verschiedene Probleme schnell und kompetent reagieren können. Gut - wenn beim Brand eines Trafo-Häuschens der Zugführer zufällig Elektro-Ingenieur ist -Super! Aber wie groß ist denn diese Chance? Und was macht der Bauingenieur beim VU? Der Chemiker beim Dachstuhlbrand? Ich will nicht sagen das diese Leute nicht geeignet sind - im Gegenteil (zumal es für eine Eignung im Einsatzdienst auch sehr stark auf die Persönlichkeit ankommt). Aber warum sollten Spezialisten, womöglich in techn. Bereichen, die überhaupt keine Feuerwehr-Relevanz haben, denn besser sein??? Auch ersetzt das RSC Studium sicher keinen Vorbereitungsdienst. Aber ich bin fest davon überzeugt, das sich ein Rettungsingenieur sich im BIV sicherlich besser schlagen wird als ein Maschinenbauer! Das Hauptproblem der Akzeptanz der Rescue´s sehe ich momentan so: Einerseits gibts Neider, die den Rettungsingenieuren ihre Fachkomptenz nicht gönnen. Vielleicht weil Sie es gerne selbst studiert hätten und nun Angst haben, der Rescue könnte Ihnen evtl. Ihre geringe Chance als Maschinenbauer bei der BF zu landen noch weiter schmählern. Zum anderen fehlt natürlich noch die Bewährungsprobe - und da hoffe ich, das gerade bei den ersten Rescues fähige Leute dabei sind die sich in der Praxis beweisen und uns Nachfolgern die Sache vielleicht etwas einfacher machen. Und hoffentlich finden sich genug wichtige Entscheider bei den Behörden - die den Rescue´s überhaupt eine Chance geben. Das THW hat den ersten Schritt gemacht und Stellen nur für Rescue´s ausgeschrieben. So, jetzt gehe ich aber auch so langsam ins Bett. Morgen ist für Stefan und mich Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit und Gefahrenabwehr sowie Thermodynamik angesagt. Ein gutes Beispiel übrigens für unsere Mischung aus Technik und Fachspezifik! ;-) | ||||
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