Geschrieben von Harald S.Die Polizei macht sich zur Zeit auf breiter Front auf diese Weise lächerlich.
Der Eindruck verfestigt sich, da hätten einige Polizisten, die wohl im AFD-Umfeld verortet werden müssen, einen Vorfall inszeniert. Das war anfänglich erfolgreich, weil die Informationen einer Polizeipressestelle bei deutschen Medien gemeinhin als seriös angesehen werden.
Bei der Inszenierung wurde außer Acht gelassen, daß die Handykamera bereits erfunden ist. (Vorher wäre man vermutlich damit durchgekommen, denn wer etwas anderes sagt als die Polizisten vor Ort, ist halt ein Linksextremist.)
Jetzt hat man das Problem, daß nicht nur ein paar dutzend seriöse Zeugen einen anderen Ablauf gesehen haben, sondern daß auch Videomaterial existiert, das sich in einem merkwürdigen Kontrast zu den Behauptungen der Polizei befindet.
Praktisches Beispiel: Ein Einkaufswagen war per bemalter Pappe als Polizeifahrzeug drapiert und angezündet worden. Ich denke, es läßt sich leicht Einigkeit herstellen, daß dies kein wirklich freundlicher Akt war. Wie gefährlich dies war, hängt von den Umständen ab. Die Polizei Leipzig behauptet, die Beamten seien mit dem brennenden Vehikel angegriffen worden. Zeugen sagen übereinstimmend, es sei keineswegs in Richtung der Beamten geschoben, sondern mitten auf einer Straßenkreuzung abgestellt worden. Problem nun: Auch auf Videomaterial brennt das Einkaufswägelchen mitten auf der Kreuzung einsam und allein vor sich hin.
Von der "Notoperation" eines ihrer Beamten nahm die Polizei Leipzig erst Abstand, nachdem Krankenhausangestellte Journalisten gesteckt hatten, daß es sich um die Verarztung eines Ohrläppchens unter örtlicher Betäubung handelte.
Von dem "organisierten Angriff", den der (neue) Polizeipräsident Leipzigs vor der Presse behauptete, blieb ebenfalls nichts übrig, nachdem Journalisten das Videomaterial sichteten.
Gut, das alles wäre noch keine Katastrophe. Es kann selbstverständlich zu Versuchen kommen, eine Polizeiorganisation zu unterwandern und Gewalttaten, die es nicht geben sollte, aber nach jedem dritten Fußballspiel auftreten, aus politischen Gründen zu einem gigantischen Gewaltausbruch aufzubauschen ... ... ... solange dies dann dazu führt, daß die zwielichtigen Gestalten anschließend den Polizeidienst verlassen. Ist nicht schön, aber man wird auf diese Weise die faulen Äpfel los.
Bis das geschehen ist, tut Feuerwehr gut daran, Abstand von den Erklärungen einer Polizei zu halten, die von jener Unterwanderung offenbar längst betroffen ist, die Hartmut Ziebs für die Feuerwehr nur befürchtete.
Eine Notiz zum Abschluß: Bernd Merbitz hätte Leipzig einen großen Gefallen getan, wäre er Polizeipräsident geblieben, statt erfolglos für die CDU und den sächsischen Landtag zu kandidieren.
Hans-Joachim
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