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RubrikKatastrophenschutz zurück
ThemaHilfsanlaufstellen im Falle Ausfall kritischer Infrastruktur   122 Beiträge
AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP785109
Datum17.03.2014 21:46      MSG-Nr: [ 785109 ]24608 x gelesen
Infos:
  • 28.11.16 Kat-Leuchttürme
  • 19.03.14 Notfunkeferat des DARC e.V.
  • 19.03.14 Bundestagsdrucksache 17/5672: Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung
  • 17.03.14 BBK: Kritische Infrastrukturen

  • Geschrieben von Linus D. Ja, das wird u.U. ganz schön viel. Vielleicht ein Grund, warum sich viele darüber lieber gleich gar keine Gedanken machen...Ehrlich: Wenn du dir soviele Gedanken machst, ist es vielleicht doch besser sich gar keine zu machen. Mit solcher Perfektion und dem Versuch, die Vollkaskomentalität der Bürger getreu dem "Dienstleistungsgedanken" zu fördern wo es nur geht, wird man zwangsläufig in der Umsetzung scheitern. Ich sehe den ersten Bürger schon mit Schlafzeug und Vorfreude aufs 3-Gang-Menü nach 40min Stromausfall am Gerätehaus klopfen...
    Du musst in den Planungen die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Stromausfalls berücksichtigen, d.h. für unterschiedliche Stufen auch unterschiedliche Anforderungen an die eigenen Ressourcen sowie einen unterschiedlichen Grad der Bedürfnisbefriedigung fürs Volk ansetzen. Stromausfall ist nicht gleich Stromausfall. Die Landes-Checkliste hier fängt bei 30min Stromausfalldauer an, die ersten größeren (behördlichen) Wege gehen ab 2h und 3000 Betroffenen los. Wenn dann nach 30min die Anlaufstelle besetzt ist, ist das eine reine "bemannte Telefonzelle". Da muss keiner großartig Informationen herausgeben, die er im Regelfall dann eh noch nicht hat. "Ja, Strom ist weg, warum und wie lange weiß ich auch nicht." Und wenn beim kleinen Stromausfall ohne Versorgungsnotwendigkeit an der Anlaufstelle zwei Einsatzkräfte da sind und einer muss mal für kleine/große Jungs, dann geht er eben mal kurz heim oder zum Nachbarn. Beim BMA-Alarm rufe ich auch noch keine Dixies weil's ja vielleicht ein Großbrand werden könnte.
    Wenn dann später irgendwann Lautsprecherwagen durch die Gegend fahren, sollten die Anlaufstellen natürlich den gleichen Wissenstand haben, spielen dann aber ihre eigentliche Rolle eh nicht mehr in dem Maße. Dann kommen wirkliche "Versorgungsstellen" ins Spiel, die dann auch woanders sein dürfen. Im Zweifelsfall auch im Nachbarort. Und weitaus mehr Personal verschiedenster HiOrgs, überörtliche Kräfte...

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war.
    Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat."
    (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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