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| Rubrik | Fahrzeugtechnik | zurück | ||
| Thema | HLF 20/25 auf MB Actros 1841 AK - Magirus, FF Bickenbach | 184 Beiträge | ||
| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 358241 | ||
| Datum | 30.08.2006 18:02 MSG-Nr: [ 358241 ] | 150411 x gelesen | ||
Hallo, schön dass einer der "Betroffenen" direkt reagiert, dann will ich die Chance nutzen und nachhaken... Geschrieben von René Coradill 1.) Wir verfügten für die Technische Hilfeleistung über ein LF 8/6 mit Zusatzbeladung TH. Dieses hatte weder ausreichend Platz- noch Gewichtsreserven um die immer umfangreicher werdende TH-Ausrüstung aufnehmen zu können. o.k. 1. Warum hat man das dann damals so gekauft? (Und nicht gleich ein LF 16/12, wenn jetzt der Bedarf beim HLF 24 - bzw. drüber liegt? - Oder hat sich da soviel am Risiko geändert? 2. In Verbindung mit 1. warum reicht für Euch kein HLF 20/16? 3. Bzw. wenn Ihr (und Ihr seid ja nicht allein) die Vorgaben dafür für so unterdimensioniert haltet, wo war Euer Einspruch im Normungsverfahren zum HLF 20/16? Geschrieben von René Coradill 2.) Aufgrund der örtlichen Struktur der Gemeinde (größere Waldflächen, eine Vielzahl von Landwirtschaftlichen Gehöften im Außenbereich ohne ausreichende Löschwasserversorgung, Bundesbahnhauptstrecke Frankfurt ? Heidelberg, Verladebahnhof Bundeswehrdepot, schnell wachsendes Gewerbegebiet etc.) ergab sich neben dem TLF16/25 der Bedarf für ein zweites Fahrzeug mit ?großem? Löschwassertank. 1. TLF ersetzen keine LW-Versorgung. 2. Da wo keine da ist - solche Bereiche kanns geben - braucht man natürlich welche, die kann über TLF (im Pendelverkehr) bzw. über SW und FP geleistet werden. Allein dazu kann man Bände füllen. Ein Erstangriffsfahrzeug ist da eher SEHR kritisch zu sehen - vgl. TLF 16/25-Diskussion. (Ich weiß auch, dass die letzten Jahren sich die durchschnittlichen Tankgrößen erweitert haben, warum? Und um welchen "Betrag" ist dadurch das Ergebnis der FW besser geworden?) Geschrieben von René Coradill 3.) Das zu beschaffende Fahrzeug musste über Allradantrieb verfügen, da z.B. fast die gesamte Bahnstrecke in unserem Ausrückbereich nur über sehr schlechte Wald- und Feldwege erreichbar ist, welche für die vorhandenen 4x2-Fahrzeuge nicht oder nur sehr schwer befahrbar sind. Allradantrieb sei Euch unbenommen, aber ich kann Euch sagen, dass es i.d.R. gravierende Unterschiede in der Geländefähigkeit von entsprechenden FAhrzeugen der Gewichtsklasse M bzw. S gibt (liegt schon am Bodendruck, aber auch an den Abmessungen). Im Vergleich zu richtig geländegängigen Fahrzeugen (als z.B. TLF 16/24-Tr oder TLF 20/40-W mit Singlebereifung) braucht man dann gar nicht erst zu treten. Geschrieben von René Coradill 4.) Aufgrund der allgemeinen Entwicklung der Tageseinsatzstärke bei den FF war es notwendig geworden, ein Erstangriffsfahrzeug zu beschaffen, das die meisten Einsatzszenarien im Erstangriff alleine abarbeiten kann. Dies war bei der bisherigen Fahrzeugkonzeption bedingt durch die Verteilung von Mannschaft und Ausrüstung nur mit mindestens zwei Löschfahrzeugen möglich gewesen. Beschreib mir den konkreten Einsatzmehrwert im Vergleich auch nur zum LF 16/12? (Und am ehrlichsten zum ergänzten LF 16/12 bzw. HLF 20/16 in Bezug auf THL und auf Druckzumischanlage.) Geschrieben von René Coradill Unter Berücksichtigung all dieser Punkte und einer realistischen Gewichtseinschätzung der Beladung wurde schnell klar, dass ein Fahrzeug nach DIN 14530 gewichtsmäßig nicht realisierbar sein würde. s.o. wo war Euer Einspruch zur Norm vom HLF? Geschrieben von René Coradill Ein weiteres Problem bestand in der Motorisierung: Fahrzeuge der Klasse M sind serienmäßig nur bis ca. 280 PS erhältlich, was bei einem 16t-Erstangriffsfahrzeug mit halbautomatischer Schaltung wohl kaum zu befriedigenden Fahreigenschaften führen würde. Es sei Dir versichert, dass das so nicht stimmt, weil wir genug Fahrzeuge im Dienst haben, die in der Gewichtsklasse bis 16 t bis um 270/280 PS motorisiert sind (sogar mit Vollautomatik). Geschrieben von René Coradill Der Preis des Fahrzeugs lag, trotz des 18t-Fahrgestells und 400 PS, mit ca. 300.000,- ? (incl. Teilbeladung) wohl unter dem manches 14t-HLFs nach Norm. Das ist immer die Frage, WAS da konkret verglichen wird, z.B. in Bezug auf Automatik und in Bezug auf die Beladung! Gut ist die Verwendung eines Standardaufbaus... Außerdem würden mich mal die Erfahrungen von dem halbautomatischen Getriebe bei längeren Erprobungen v.a. im Gelände interessieren. Unsere sind da eher schlecht! (V.a. für ungeübte Fahrer.) Geschrieben von René Coradill (Wie viel billiger sind Feuerwehrfahrzeuge eigentlich nach den diversen Typenreduzierungen geworden ?!?!?) Gute Frage, aber dadurch wirds für alle nur noch teurer... Geschrieben von René Coradill Und, liebe Kollegen, Hand aufs Herz, wenn ihr Eure 14t-HLFs mit der gesamten (nachträglich eingebauten?) Beladung auf die Waage fahrt, könnt Ihr dann überhaupt noch legal Mannschaft mitnehmen ??? Ja, leider oft ein Problem, aber wie gesagt, wo sind die Herrschaften, wenns um Normung geht? Und LW im Tank vermehren verbessert nicht die Qualität einer Fw! Geschrieben von René Coradill Zu der alles entscheidenden Frage, ob eine Feuerwehr unserer Größe überhaupt solch ein Fahrzeug braucht, kann ich nur sagen: Definitiv JA! Gerade für eine Feuerwehr mittlerer Größe, die nicht über irgendwelche RW, GW, AB-Rüst, TLF 24, GTLF und ähnliche Sonderfahrzeuge für Technische Hilfeleistung und Löschwasserversorgung verfügt, ist doch ein solches ?Multifunktionsfahrzeug? eine sinnvolle und kostengünstige Lösung! Keines der genannten FAhrzeuge kann durch Euer HLF auch nur annähernd ersetzt werden! DAs zu glauben ist ein falscher und gefährlicher Trugschluß.... Wie siehts übrigens in der Umgebung mit Feuerwehren bzw. deren Ausrüstung aus? ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | ||||
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