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| Thema | Eine Randbemerkung zu Ladekranen | 10 Beträge | |||
| Rubrik | Fahrzeugtechnik | ||||
| Autor | Hans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin | 867495 | |||
| Datum | 06.03.2021 15:57 | 3982 x gelesen | |||
| Die letzten 5 Tage habe ich mit der Ausbildung für meinen Kranschein verbracht. 5 Tage Kranausbildung bedeuten nicht, daß man ein geeigneter Kranführer ist, aber am letzten Tag sah man Unterschiede. Wir hatten einerseits einen Kran mit Hochsitz, andererseits einen mit Fernbedienung. Fernbedienung ist natürlich viel moderner, während so ein Hochsitzkran über die altertümliche Eurosteuerung verfügt. Am letzten Tag - konnten mehrere Teilnehmer den Kran vom Hochsitz aus recht ordentlich bedienen. Viel langsamer als ein richtiger Kranführer, nicht ohne Mängel, aber man konnte sehen, daß die Leute prinzipiell wußten, wie's geht. - konnte eigentlich keiner von uns den Kran mit Fernsteuerung bedienen, ohne Fehler zu machen, vor allem Richtungsfehler. Wir wollten einschieben, fuhren aber stattdessen aus, mußten korrigieren, solche Sachen. Oder wir standen im Schwenkbereich, obwohl wir eigentlich wußten, daß wir dort nicht stehen sollten. Das Ergebnis ist auch logisch: Vom Hochsitz (nicht Hochstand!) aus bewegt sich der Kran immer in dem gleichen Sinne, in dem man auf die Situation draufguckt. Da dauert es nicht lange, bis man es intuitiv richtig macht. Nicht wie bei der Fernsteuerung: Nach rechts drücken, wenn sich die Kranspitze vor mir nach links bewegen soll. Fernsteuerung bedeutet zusätzliche Abstraktion: Man muß geistig von der Kransäule aus gucken, um alles richtig zu machen. Auf dem Hochsitz guckt man nicht geistig, sondern ganz real von der Kransäule aus. Und es gibt trotz prima Übersicht (fast) keine Möglichkeit, sich in den Gefahrenbereich zu begeben. Kommerzielle Firmen wissen dies alles. Seht Euch um: Wird ein Kran praktisch nur mit einem hydraulischen Lastaufnahmemittel benutzt, also Holzgreifer oder Steinzange oder Drehkopfwendegabel oder Zweischalengreifer oder dergleichen, dann hat der Kran (in der Regel) einen Hochsitz. Fernsteuerung wird benötigt, wenn mit Lasthaken gearbeitet wird, denn dann ist der LKW-Fahrer sehr oft sein eigener Anschläger. Vom geschwenkten Kran mit Hochsitz kommt man nicht oder nur mit Turneinlage herunter. Für Feuerwehren ist das Prinzip der kommerziellen Firmen - Personalkosteneinsparung dadurch, daß der Fahrer auch Anschläger ist - offensichtlich sinnlos. Feuerwehren haben Anschläger, warum also tun sie so, als hätten sie keine? Ich jedenfalls sehe nur in den allerseltensten Fällen einen Hochsitz, wenn beispielsweise Rüstwagen oder Hakenlifte mit Kran beschafft werden. Ja, auch für Faltkrane gibt es Hochsitze! Vielleicht nicht für jeden Faltkran, und vielleicht muß man danach fragen, statt die Option im Prospekt zu sehen, aber es gibt sie. Zugeben muß ich: Auch ich habe sie bisher nicht vermißt. Ich vermisse sie erst, seit ich selbst so ein Ding zu bewegen versuchte, und anderen Anfängern bei ihren Versuchen zusah. Postskriptum 1: Die altmodische Eurosteuerung auf dem Hochsitz gewinnt neuen Charme durch Langeweile. Sie ist nämlich immer gleich. Fernbedienungen dagegen sind hoch innovativ und abwechslungsreich, da hat man heute eine Palfinger-Steuerung und morgen eine Hiab-Steuerung mit selbstverständlich grundverschiedener Bedienlogik. Postskriptum 2: In den Prospekten der Kranhersteller werden unter irgendwelchen Marketing-Gewäsch-Namen unterschiedliche Steuerblöcke angeboten. Das ist eigentlich nur eine Ansammlung von Hydraulikventilen. Ich hatte bisher gedacht, derlei mache sowieso nur für echte Profis einen Unterschied. Ist aber nicht so. Gerade für einen Anfänger macht es einen Riesenunterschied, ob man tatsächlich in der Hand fühlen kann, wann der Kran von langsam zu schnell übergehen wird. (Ist auch gesund für den Kopf des Anschlägers, falls sich der doch mal in den Gefahrenbereich verirrt haben sollte.) Lieber einen vernünftigen Steuerblock und dafür weniger bunt blinkende Elektronik, falls das Geld knapp ist. Alles nur Bemerkungen eines Anfängers, aber ... der Kranführer einer Feuerwehr dürfte recht häufig ebenfalls ein Anfänger sein. Ciao Hans-Joachim "Zu allen Zeiten zogen Prozessionen von Lustigen durch die Straßen und riefen, dass die Pestilenz gar keine Kraft habe, wenn man es nur wirklich wolle." Thomas Fischer | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 867573 | |||
| Datum | 08.03.2021 09:40 | 2592 x gelesen | |||
| Postskriptum 3: Das Gleiche gilt für fernbediente Werfer, die handgeführte Version ist für alle wenig/nicht geübte Bediener wesentlich zielsicherer ... ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Hein8ric8h B8., Osnabrück / Niedersachsen | 867583 | |||
| Datum | 08.03.2021 12:48 | 2277 x gelesen | |||
Geschrieben von Hans-Joachim Z.Alles nur Bemerkungen eines Anfängers, aber ... der Kranführer einer Feuerwehr dürfte recht häufig ebenfalls ein Anfänger sein. Fleißig üben. Ich habe es zu Anfang immer so gemacht, das ich mit dem Rücken zum Kran stand und auf die Last sehen konnte. Dann war es mir rechts / links und vorne / hinten nicht ganz so schwer. Im Prinzip machst du das ja auch, wenn du die dritte Steuerungsversion nimmst, die du hier gar nicht beschrieben hast, die über die Ventilhebel an der rechten und linken Fahrzeugseite. Da stehts du ja auch am Hebel und schaust auf die Last. Den Vorteil an der Fernbedienung sehe ich da, wo ich den Arbeitsbereich nicht in Sicht habe, wenn ich z. B. eine Palette Steine ins erste OG auf der Baustelle absetzen muß. Wenn man da auf einen Einweiser angewiesen ist, der rechts und links nicht unterscheiden kann, kann man damit schnell mal Wände einreißen. Heinrich | |||||
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| Autor | Dirk8 S.8, Lindau / Bayern | 867589 | |||
| Datum | 08.03.2021 17:04 | 1951 x gelesen | |||
| Hallo Hans-Joachim, dann mal willkommen im Club. Welches Fahrzeug mit Hochsitz hast du bei der Ausbildung gehabt? MAN in Blau? Einige Aussagen darf ich ergänzen. Hochsitz bedeutet nicht zwangsläufig langweilige Euro-Norm Steuerung! Je nach Wunsch muss sich der Kranfahrer auch mit Linearhebel bzw. Zweirichtungssteuerhebel (Klaviersteuerung) herumschlagen. (Ich warte noch auf meine Überraschung) Gleiches gilt für Fernsteuerung. Besonderheit hier ist die genormte Bewegungsrichtungen nicht identisch mit der Euro-Norm Steuerung (Bagger). Für Baggerfahrer und Hochsitzpiloten ist das,dann tatsächlich die Hölle. An die Bewegungsrichtungsumkehr gewöhnt man sich recht schnell. Das kann man daheim mit dem Modellauto üben. Man muss nur anders denken lernen. Dazu bieten aber die Kranhersteller aber mittlerweile Helferlein. Auch bei der Funkfernsteuerung gibt es Linearhebel. Ein Mehrfachbedienung wird mit diesen erschwert (Bei dir dauert es wahrscheinlich noch bis du das verlangen verspürst mehr als vier Bewegungen gleichzeitig auszuführen). Bei der Verladung von Sandsackpaletten kann das dann mal kommen Noch eine kleine Anmerkung zur Sicherheit. Handschuhe sollte man nicht in den Linearhebel verklemmen und man muss immer wissen wo sich die Finger gerade befinden. Geschrieben von Hans-Joachim Z. Für Feuerwehren ist das Prinzip der kommerziellen Firmen - Personalkosteneinsparung dadurch, daß der Fahrer auch Anschläger ist - offensichtlich sinnlos. Feuerwehren haben Anschläger, warum also tun sie so, als hätten sie keine? Ich jedenfalls sehe nur in den allerseltensten Fällen einen Hochsitz, wenn beispielsweise Rüstwagen oder Hakenlifte mit Kran beschafft werden. Ich mach das einsatzmäßige Krangeschäft seit 20 Jahren. Es kommt ganz selten vor, dass man mit qualifizierten Anschläger in den Einsatz fährt. Das hat zur Folge, dass man wegen jeden S... vom Hochsitz grabbeln muss. Funk ist da unschlagbar. Ab einer bestimmten Ausladung ist man mit dem Hochsitz auch zu weit weg. Warum bestimmte Krane mit Hochsitz ausgestattet sind, oder sein müssen, hast du in der Ausbildung gelernt. Hochsitze sind heute vielfach Sonderzubehör. Allein der sichere Aufstieg erfordert einen erheblichen Aufwand. Trend geht wenn Richtung Funkfernsteuerung auf dem Hochsitz. Eines darfst du beim Aufbau aber nicht vergessen. Der Hochsitz braucht Platz! Der ist bei vielen Aufbauten nicht vorhanden. Oder man muss bei der Beladung planen, weil man nicht durch schwenken kann. Geschrieben von Hans-Joachim Z. Lieber einen vernünftigen Steuerblock und dafür weniger bunt blinkende Elektronik, falls das Geld knapp ist. In der Theorie schön! Aber man sollte nicht die Krantechnik vor 20 Jahren mit den heutigen Kränen, mit den gesetzlichen Forderungen, vergleichen! Das ist Geschichte! Hinter jedem Steuerblock ist heute Elektronik verbaut und hat die Kontrolle! Auf manuelle Steuerung umbiegen ist eine Krücke, weil die Elektronik trotzdem im Hintergrund arbeitet. In ein paar Monate darf ich so eine auf billig getrimmte Krücke ansehen. Funkfernsteuerung ist, was Fehlermeldung etc. angeht, für den Kranfahrer und vor allem für den Anfänger, viel einfacher zu handhaben. Wenn man dann noch verschiedene Helferlein ordert, wie eine Schwingungstilgung, oder Kranspitzensteuerung (es wird nur die Richtung des Haken vorgenommen der Rest steuert der Kran in seinen Grenzen) kann man auch für Hobbykranfahrer den Kran so aufrüsten, dass er vernünftig/schnell/intuitiv bedient werden kann und nicht zum Sicherheitsrisiko wird. Geschrieben von Hans-Joachim Z. Alles nur Bemerkungen eines Anfängers, aber ... der Kranführer einer Feuerwehr dürfte recht häufig ebenfalls ein Anfänger sein. Trifft auf viele zu. Aber es liegt an den Kranfahrern sich die Expertise anzuüben. Außerdem sollte man bei 5 Tagen Ausbildung davon ausgehen, dass man ein fundiertes Grundwissen vermittelt bekommen hat. Damit hat man manchmal deutlich mehr Hintergrundwissen, als in einem 8 Stündigen Crash Kurs eines Berufsprofis, wie ich es mal erleben durfte. (Ich hatte bei den Teilnehmern die jährliche Belehrung machen dürfen mit entsprechenden Reaktionen). Insofern, auch wenn es noch an der Geschicklichkeit fehlt, so weiß man was man tut und kennt seine und die Grenzen des Krans. Das ist viel wichtiger als ein Lastspiel auf die Sekunde zu optimieren oder schicke Kranmanöver auszuführen. Wie war bei dir die Verteilung Theorie/Praxis? Gruß Dirk | |||||
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| Autor | Hans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin | 867594 | |||
| Datum | 08.03.2021 20:01 | 1689 x gelesen | |||
Geschrieben von Dirk S.Welches Fahrzeug mit Hochsitz hast du bei der Ausbildung gehabt? MAN in Blau? Mehrere 26-Tonner für Baustoffe. (Während der ersten Corona-Welle habe ich noch Überstunden geschoben, jetzt sah es anders aus, und da ich ab Mitte März betriebszugehörigkeitsdauerhalber einen verlängerten Kündigungsschutz gehabt hätte, bekam ich fristgerecht meine Kündigung für Ende Februar. Mein neuer Arbeitgeber möchte, daß ich mit Kran unterwegs sein kann, deshalb wurde ich gleich ab 1. März ausgebildet. Firmeneigene Ausbildungsstelle für ganz Deutschland, billiges Vertragshotel, firmeneigene Fahrzeuge. Man kann da auch als Externer hingehen für CE oder Kranschein, aber die ganz große Mehrheit sind eigene Mitarbeiter. Der Ausbilder war ebenfalls ein Eigengewächs.) Geschrieben von Dirk S. Funkfernsteuerung ist, was Fehlermeldung etc. angeht, für den Kranfahrer und vor allem für den Anfänger, viel einfacher zu handhaben. Heute saß ich auf einem etwas moderneren 20 mt Palfinger, gleicher Kran, aber mit Mäusekino auf dem Hochsitz. Ergebnis: Kein einziges Mal draufgeguckt während der Arbeit. Geschrieben von Dirk S. Wenn man dann noch verschiedene Helferlein ordert, wie eine Schwingungstilgung, oder Kranspitzensteuerung (es wird nur die Richtung des Haken vorgenommen der Rest steuert der Kran in seinen Grenzen) kann man auch für Hobbykranfahrer den Kran so aufrüsten, dass er vernünftig/schnell/intuitiv bedient werden kann und nicht zum Sicherheitsrisiko wird. Unser Ausbilder hat einen Kalksandstein mit Loch genommen, mit dünnem Gurt anderthalb Meter unter den Haken gehängt und uns dann Slalom durch ein Dutzend Verkehrsleitkegel fahren lassen, mit der Fernsteuerung. Seitdem weiß ich, daß man Abstand hält vom Kran. ;-) Das Geschlenkere war wirklich furchterregend. Vom Hochsitz aus haben wir Fang-den-Hut gespielt, wild verteilte Ladungssicherungs-Kantenschoner mit der Baustoffzange aufnehmen und stapeln. Geschrieben von Dirk S. Hinter jedem Steuerblock ist heute Elektronik verbaut und hat die Kontrolle! Auf manuelle Steuerung umbiegen ist eine Krücke, weil die Elektronik trotzdem im Hintergrund arbeitet. Das erste, was unser Ausbilder uns beibrachte, war: Sich bei JEDEM Kran, den man nicht selbst zuletzt gefahren hat, IMMER zu vergewissern, daß die Plombe noch dran ist. Also richtig dran, nicht nur draufgesteckt. Die Elektronik sorgt anscheinend vor allem dafür, daß jede Menge theoretisch sicherer Krane gebrückt unterwegs sind. Geschrieben von Dirk S. Wie war bei dir die Verteilung Theorie/Praxis? 3 Tage Praxis mit gelegentlichen Theorie-Einsprengseln, so nach dem Motto: "Kommt doch mal zusammen, was sehen wir denn hier..." Dann ein Tag Theorie mit theoretischer Prüfung am Ende. Letzter Tag mit zwei kurzen Vorträgen, der erste von der Schadensabteilung mit allerlei Beispielen aus dem prallen Leben, dann praktische Prüfung und noch ein bißchen praktisches Üben. Ein Kran für die Prüfung, der zweite zum Rumprobieren. Heute war ich wieder in Berlin, mit Schein, habe aber trotzdem den ganzen Tag damit verbracht, Dinge von hier nach dort zu stapeln auf dem Firmenhof. Ist okay so, der Schein heißt nicht, daß man nun Lukas der Kranführer ist. Ciao Hans-Joachim "Zu allen Zeiten zogen Prozessionen von Lustigen durch die Straßen und riefen, dass die Pestilenz gar keine Kraft habe, wenn man es nur wirklich wolle." Thomas Fischer | |||||
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| Autor | Dirk8 S.8, Lindau / Bayern | 867597 | |||
| Datum | 08.03.2021 21:45 | 1557 x gelesen | |||
| Hallo Hans-Joachim, hört sich nach fundierter Ausbildung an! Geschrieben von Hans-Joachim Z. Heute saß ich auf einem etwas moderneren 20 mt Palfinger, gleicher Kran, aber mit Mäusekino auf dem Hochsitz. Ergebnis: Kein einziges Mal draufgeguckt während der Arbeit. Mäusekino braucht man in diesem Zustand nicht. Meiner kennt keine Rückmeldung. Wenn die Hebel sperren, dann weiß man, das was schief gelaufen ist. Für den Rest braucht man ein Ohr für's Öl. Im "Normalzustand" braucht man den Bildschirm nicht. Wir hatten mal eine Fassi in der Ausbildung, der hatte mit Zifferncode oder blinkenden LED mit dem Kranfahrer gesprochen - geht solange der Kran funktioniert. Bei den neuen Kränen mit etwas mehr Ausrüstung, oder gerade wenn man den Kran im Einsatz unter "schwer kontrollierbaren" Bedingungen betreibt, dann kommt die Stunde des Mäusekinos. Rückmeldung im Blickfeld ist dann schon ganz nett und hilfreich. Welche Last kann der Kran bei der momentanen Abstützweite und Einsatzwinkel heben. Bei zweiten Knicksystem, welche der Zylinder kommt in die Überlast etc.. Es geht hier vor allem zu erkennen in welchen Zustand der Kran sich befindet. In der Praxis gibt es hier auch bei Profis manchmal Verständisproblem. Beispiel: Kran im Gartenbau will nach mehreren Stunden Kranbetrieb keine Last heben. Kranfahrer hat nicht erkannt, dass die Stützenüberwachung geregelt hat - Die Werkstatt erkannte das auch nicht! Das ist jetzt kein Einzelfall. Für "Einsatzkräne" empfinden einige das normale Verhalten als nervig. Ohne Rückmeldung sucht man sich einen Wolf. Auch bestimmte Betriebszustände wie Personensicherungmodus oder Winde nur über Leuchtdioden oder Blinkfrequenzen anzuzeigen wird dann auch irgendwann unübersichtlich. Wenn man allerdings einen Tag für die Einweisung der Funkfernsteuerung braucht und auf dem Handbuch schlafen muss, hört der Spaß dann auch auf. Gruß Dirk | |||||
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| Autor | Hans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin | 867598 | |||
| Datum | 08.03.2021 22:53 | 1666 x gelesen | |||
Geschrieben von Heinrich B.Ich habe es zu Anfang immer so gemacht, das ich mit dem Rücken zum Kran stand und auf die Last sehen konnte. Dann war es mir rechts / links und vorne / hinten nicht ganz so schwer. Sich so hinzustellen und dabei sowohl beide Stützen sehen zu können, als auch nicht im Schwenkbereich zu stehen, ist eventuell gar nicht so einfach. Bei Anfängern kann das Schwenken mit Fernsteuerung bisweilen deutlich zügiger verlaufen, als es beabsichtigt war. Geschrieben von Heinrich B. Im Prinzip machst du das ja auch, wenn du die dritte Steuerungsversion nimmst, die du hier gar nicht beschrieben hast, die über die Ventilhebel an der rechten und linken Fahrzeugseite. Das dient heutzutage doch nur noch als Notbehelf und für das Auswechseln der Lastaufnahmemittel. Wenn Du am Drehkopf etwas anschließen möchtest, ist diese Vorrichtung praktisch, weil das Kuppeln von Hydraulikleitungen keinen Spaß macht, wenn da noch richtig Druck drauf ist. Hans-Joachim Meine Prognose für Deutschland: 20000 Coronatote + 100000 Föderalismustote. | |||||
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| Autor | Dani8el 8W., Immenstedt / S-H | 867602 | |||
| Datum | 09.03.2021 12:15 | 1370 x gelesen | |||
| Hallo, selbiges konnte man in der letzten Zeit auch öfter in den THW Fahrzeug-News nachlesen, wo sich seitens der Leitung/Beschaffung deckungsgleiche Erfahrungen gesammelt haben. Daher wurde dort in diversen Artikel auch publiziert, dass die Bundesanstalt auch wieder zu Kränen mit Hochsitz zurück geht um eine bessere Handlungssicherheit zu gewährleisten. Im übrigen auch für Anschlägerkräne, da hier immer ein zweiter Mann im Fahrzeug eh vorausgesetzt ist. Gruß Daniel | |||||
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| Autor | Dirk8 S.8, Lindau / Bayern | 867620 | |||
| Datum | 09.03.2021 22:19 | 1173 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Daniel W. selbiges konnte man in der letzten Zeit auch öfter in den THW Fahrzeug-News nachlesen, wo sich seitens der Leitung/Beschaffung deckungsgleiche Erfahrungen gesammelt haben. Daher wurde dort in diversen Artikel auch publiziert, dass die Bundesanstalt auch wieder zu Kränen mit Hochsitz zurück geht um eine bessere Handlungssicherheit zu gewährleisten. Im übrigen auch für Anschlägerkräne, da hier immer ein zweiter Mann im Fahrzeug eh vorausgesetzt ist. Naja. Von Erfahrungen kann man nicht unbedingt sprechen. Der Hochsitz wurde vor 20 Jahren wegen des Aufstiegs und fehlenden Absturzsicherung, hinter vorgehaltener Hand, als nicht zulässig eingestuft. Grundsätzlich, viele Leute viele Meinungen. (Meine ist auch nur eine unter vielen) Auch die Meinung unter den Spezialisten/Ausbilder ist etwas geteilt. Da gab es eine entsprechende Veranstaltung, im Bezug auf Anforderung von Einsatzkränen.Das was das THW jetzt besschafft hat nicht so viel mit den zusammengetragenenen Erfahrungen zu tun. Einsatzerfahrungen zeitnah in die Beschaffung einfließen zu lassen gehört nicht zu den stärken des THW. O-Ton:"Nur weil der Kran Räder hat, meint jeder mitschwätzen zu können." Der Hochsitz wird wegen der Übersichtlichkeit und dem "Fahrgefühl" hoch geschätzt. Die Funkfernsteuerung wegen der Nähe der Last geschätzt, insbesondere bei 18m Ausladung oder hinter Hinternissen. Beides zu vereinen ist in der Praxis keine Problem und ab Werk lieferbar. Auch die Intension einer großen Beschaffungen sind etwas anders. Es geht bei der Menge von Fahrzeuge um den Systempreis. Der musst runter! Da glaubte man tatsächlich 10.000 bei der Funkfernsteuerung einzusparen (Fahrzeugnews). (Anmerkung: Die Einsaprung kommt aus einer ganz anderen Ecke - wenn überhaupt. ) Der Dreh mit dem dem mechanischen Steuerblock und Hochsitz kommt auch aus der irrigen Annahmen, dass man dann einen leicht zu bedienenden Ladekran erhält. Das wird vermutlich einer der größten Enttäuschungen sein, da der Kran trotzdem elektronisch überwacht werden muss! Diese Überwachung und Störanfälligkeit durch den CAN-Bus hat bei den derzeitigen Kranmodellen zu erheblichen Einschränkungen/Störungen und zu einem Wunsch nach einem mechanischen Steuerblock, wie er im KAT verbaut war, geführt. Um eines festzustellen, es ist ein Bedienproblem welches sich nicht wegzaubern lässt! Kein tragfähiger Untergrund - keine Kraneinsatz. Das ist keine Thema Hochsitz vs. Funkfernsteuerung; eher ein Generationenproblem. Interessant wird, welche technischen Lösungen für diesen Sonderbau HMF2824 (mechanischer Steuerblock, Personensicherungsmodus, Arbeitskorb, Winde, S3-Klasse) gefunden werden. Ich persönlich gebe nicht so viel auf die Fahrzeugnews und warte den Musterbau und den Test ab. Dann wird sich auch zeigen wie z.B. der Arbeitskorb gem. DIN EN1777 ohne Korbsteuerung/Not-Aus umgesetzt wird. Hier von Erfahrung sprechen wäre eher gewagt! Gruß Dirk | |||||
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| Autor | Hans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin | 867948 | |||
| Datum | 20.03.2021 11:01 | 939 x gelesen | |||
Geschrieben von Dirk S.Es kommt ganz selten vor, dass man mit qualifizierten Anschläger in den Einsatz fährt. Das hat zur Folge, dass man wegen jeden S... vom Hochsitz grabbeln muss. Zumindest bei den im kommerziellen Bereich sehr verbreiteten Baustoffkränen geht das ja überhaupt nicht. Da krabbel doch mal schön. Hans-Joachim P.S.: Ein Baustofffahrer würde natürlich nicht so abstützen wie im Bild. Hat bestimmt eine Werbeagentur verbrochen. Meine Prognose für Deutschland: 20000 Coronatote + 100000 Föderalismustote. | |||||
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