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| Thema | Qualität und Service von Feuerwehrfahrzeugen | 9 Beträge | |||
| Rubrik | Fahrzeugtechnik | ||||
| Autor | Dani8el 8S., Warstein / NRW | 489651 | |||
| Datum | 16.06.2008 13:56 | 9325 x gelesen | |||
| Beim Stöbern durch mein Archiv des FW-Magazins bin ich auf interessante Praxistest ende der 80èr gestoßen, wo Feuerwehren Ihre Erfahrungen mit den damaligen Herstellern berichtet haben. Da ich seit dem nie wieder solche Berichte gelesen habe, wie Feuerwehren (und Rettungsdienst) ihre Fahrzeuge Einschätzen, bzw. welche Erfahrungen sie damit gemacht haben, starte ich diese Thread. Hierbei ist es Egal, ob Ihr Großfahrzeuge, Kleinfahrzeuge oder Rettungsdienstfahrzeuge beschreibt. Welche Fahrzeuge habt Ihr? (Typ, Fahrgestell, Hersteller Auf- und Ausbau)? Alter der Fahrzeuge? Wie zuverlässig sind sie? Waren häufige Werkstattaufenthalte notwendig? Sind sie leicht zu bedienen oder braucht man z.B. für die Pumpe einen Universitätsabschluss? Wo traten meistens Defekte auf (Elektrik, Mechanik, Ausbau)? Wie robust sind die Fahrzeuge (Rahmenbrüche, Schubladen rausgerissen, Schweissnähte gerissen)? Wie ist das Fahrverhalten? Sind sie so gebaut worden, wie bestellt, oder musste sie noch einmal zu Hersteller zurück? Habt Ihr schon Rost entdeckt? Wie ist der Service und die Werkstattqualität der Hersteller? Repariert Ihr selber, in einer Fachwerkstatt oder beides? Alle Beiträge sind meine eigenen Ideen und spiegeln nicht die Meinung meiner Feuerwehr, einzelner Mitglieder oder Führung wieder. Ich beantworte und stelle Fragen aus reinem eigenen Interesse! | |||||
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| Autor | Oliv8er 8B., Peine / Niedersachsen | 489662 | |||
| Datum | 16.06.2008 14:44 | 7397 x gelesen | |||
| Hallo Daniel, KDOW, VW Sharan 1.9TDI, Bj.2007, Aufbau TDS, läuft, aber nichts für schaltfaules fahren... ELW1(,5), VW T4 TDI, Bj.2000, läuft, keine besonderen Probleme LF16/12, Iveco Magirus 120-23, Bj.1993, Aufbau Magirus, keine nennenswerten Ausfälle, gutes Fahrverhalten DLK23-12ccgl HZL, Iveco 150E27, Bj.2002, Aufbau Magirus, etwas schwammiges Fahrverhalten durch Singlebereifung, Ausfälle ausschließlich durch Elektronik, durch Vor Ort Service des Herstellers i.d.R. zügig behoben, meiner Meinung nach anfälliger als der Vorgänger (Magirus Bj.1978), aber das ist halt so mit zunehmender Technisierung...:-( TLF16/25, MB1222, Bj. 1986, Aufbau Schlingmann, Pumpe Rosenbauer, Aufbau frühzeitig gerissen, Schwallbleche weggegammelt, sonst robustes Fahrzeug, sehr gutes Fahrverhalten TLF24/50, Magirus 160-30, Bj. 1991, Aufbau Magirus, div. Mängel im Fahrwerk über die Zeit, z.B. beim bremsen stark nach links gezogen; Ausgleichsgetriebe abgerissen, div. Pumpendefekte, Störungen in den Elektopneumatischen Bereichen, Sensor "Monitorablage" defekt, aber keine großen Ausfälle, Fahrverhalten => Baustellenfahrgestell halt... GW-ÖL (ehemals LF16), Magirus 170D11, Bj.1974, Aufbau Magirus,...Geil, aber inzwischen leichten Lochfraß an den Radläufen GW-L MB Atego 1023, Bj.2007, ausgeliefert mit 6 Monaten Verzug(!), dann mit zig Mängeln über viele Wochen zum Nachbessern beim Hersteller, überzeugt mich nach wie vor nicht, Fahrverhalten gut Grundsätzlich werden unsere Fahrzeuge durch unsere 2 hauptamtlichen MA gepflegt und gewartet, Reparaturen die über das zu leistende Pensum hinausgehen, werden in Fachwerkstätten bzw. beim Hersteller getätigt! MkG Oliver Führen ist die Kunst, Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass die dabei entstehende Reibungshitze vom Betreffenden als Nestwärme empfunden wird... | |||||
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| Autor | Dani8el 8R., Peine / Niedersachsen | 489686 | |||
| Datum | 16.06.2008 15:48 | 7247 x gelesen | |||
| Hallo, und jetzt mal ein Beispiel, warum es solche subjektiven reinen Erfahrungsberichte mehr oder weniger einzelner eventuell nicht mehr gibt ;-) (zur Info: wir sprechen über die selben Fahrzeuge): LF16/12, Iveco Magirus 120-23, Bj.1993, Aufbau Magirus, keine nennenswerten Ausfälle, gutes Fahrverhalten Lichtschalter an der Lenksäule zunächst nicht mehr immer und zuverlässig auf Abblendlich zu schalten, dann m.W. komplettausfall. Drehschalter für Lüftung "ausgenudelt". Am Rande: Kraftstoffverbrauch - nichts für den täglichen Speditionsbetrieb (bei der Feuerwehr natürlich nicht so ins Gewicht fallend und sicherlich auch dem relativ starken und großen Deutz-V8 geschuldet). Und grundsätzlich zu den drei Ivecos, Bj 91, 93 und auch teilweise auch noch auf die DLK von 2002 zutreffend: Bei der Innenausstattung - Verarbeitungsqualität und auch "Anmutung" - ist (war) Iveco m.E. alles andere als überzeugend, da hätte man sich ruhig mal von den Mitbewerbern, bei Feuerwehrs in erster Linie MB und MAN, ein Scheibchen abschneiden können... Der Kunststoff scheint insgesamt über weite Strecken einfach nur "billig", manche Schalter (siehe oben) sind alles andere als robust - wurde aber m.W. in den letzten Jahren von Iveco massiv verbessert, sind sie dann wohl doch mal von selbst drauf gekommen. DLK23-12ccgl HZL [...] meiner Meinung nach anfälliger als der Vorgänger (Magirus Bj.1978), aber das ist halt so mit zunehmender Technisierung. Meiner Meinung nach nicht selten Bedienungsfehler, weil eine Leiter mit sieben Rechnern vom MA teilweise einfach eine etwas sorgfäligere Bedienung erfordert, und teilweise auch umfangreichere Kenntnisse. Über andere Sachen (ich klemm da mal eben was an...) breiten wir in diesem Zusammenhang mal lieber das Mäntelchen des Schweigens... TLF16/25, MB1222, Bj. 1986, Aufbau Schlingmann, Pumpe Rosenbauer Randbemerkung: Meine liebste Pumpe (Rosenbauer R 240), schnell, zuverlässig, leise, idiotensicher - wenn man den Trick mit dem kleinen Hebel für den Saugbetrieb kennt. Weitere mir bekannter Schäden: DKR - Druck-Konstant-Regelung war defekt, kann passieren und wurde eh kaum bemerkt, da selten / von den wenigsten MA genutzt, und (auch Dir bekannt, aber bestimmt nicht dran gedacht) nicht unerheblicher Rost an der Kabine bzw. Kabinenverlängerung (hintere Türen, Bleche drum herum), der eine relativ aufwendige Sanierung erforderlich machte. Weiter: sonst robustes Fahrzeug, sehr gutes Fahrverhalten Zustimmung, "vorwärts" sehr gut zu fahren, blöd nur, wenn man mal bremsen muß... Meiner ganz persönlichen Ansicht nach: Ziemlich "gummiartige" Bremse mit einer Verzögerung, die mich nicht wirklich überzeugt, vor allem im direkten Vergleich mit der Bremse des vorgenannten LF 16/12 auf IM 120-23 - da muß man beim Tritt aufs Pedal schon fast vorsichtig sein. TLF24/50, Magirus 160-30, Bj. 1991, Aufbau Magirus Vergessen: Die schon bald im Zweijahrestakt zu tauschende Manschette an der Rohrleitung zum Monitor im Tank (neulich war es dem Vernehmen nach mal wieder so weit...). Im kalten Zustand hakelige Doppel-H-8-Gang-Schaltung - nicht wirklich schön (hier auch schon vielfach geschrieben). GW-ÖL (ehemals LF16), Magirus 170D11, Bj.1974, Aufbau Magirus,...Geil, aber inzwischen leichten Lochfraß an den Radläufen Zusatz: Radläufe bzw. Kotflügel vorne, Anfang der 90er auch schon einmal komplett saniert. Aber: Zeig mir einen Deutz-"D", der nicht an genau dieser Stelle gammelt. Soweit mir bekannt typische "D"-Krankheit, und bei inzwischen 34 Jahren trotz zwischenzeitlicher Reparatur m.E. auch hinzunehmen. Gruß Daniel | |||||
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| Autor | Oliv8er 8B., Peine / Niedersachsen | 489697 | |||
| Datum | 16.06.2008 16:10 | 7139 x gelesen | |||
| Moin Daniel, ich wusste das du das lesen wirst und die notwendigen Ergänzungen vornehmen möchtest, du hast auch einfach mehr Zeit als ich...;o) Spaß beiseite, volle Zustimmung, wollte halt nicht so auf Einzelheiten eingehen, sonst würden mir noch diverse überbewegliche Aussenspiegel, Multifunktionsschalter an der Lenksäule, die nicht in ihrer Stellung bleiben, Kontrollleuchten mit einem sehr merkwürdigen Eigenleben und einige andere Kleinigkeiten wie nicht anspringende Fahrzeuge trotz Dauerladeerhaltung oder Druckverluste im Bremssystem trotz permanenter Druckluftzufuhr einfallen. Ich habe halt erstmal grob geclustert... Gruß, Olli Führen ist die Kunst, Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass die dabei entstehende Reibungshitze vom Betreffenden als Nestwärme empfunden wird... | |||||
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| Autor | Dani8el 8R., Peine / Niedersachsen | 489709 | |||
| Datum | 16.06.2008 16:29 | 6986 x gelesen | |||
| Hallo, geschrieben von Oliver Bössel: ich wusste das du das lesen wirst und die notwendigen Ergänzungen vornehmen möchtest, du hast auch einfach mehr Zeit als ich... [...] wollte halt nicht so auf Einzelheiten eingehen Na ja, an sich wollte ich mir die Zeit gar nicht nehmen, aber einige klein Einzelheiten wie Komplettsanierung der Kabine wegen Rost oder "Gummibremse" schienen mir durchaus noch erwähnenswert und dann / dabei kam halt eins zum anderen... ;-) Gruß Daniel | |||||
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| Autor | Lars8 O.8, Langwedel / Niedersachsen | 489734 | |||
| Datum | 16.06.2008 18:09 | 6941 x gelesen | |||
| Hallöchen Forum-Gemeinde. Wir in der Feuerwehr fahren seit fast 3 Jahren einen LF 10/6 von Mercedes-Benz Atego mit Schlingmann Aufbau (s. feuerwehr-daverden.de) Eigentlich ein robustes Fahrzeug, wenn da nicht die ein oder andere Krankheit wäre (ich will da nicht Kinderkrankheit zu sagen). > nach mehrmaligen Gebrauch ist die Aufnahme für die Saugschläuche aus den Be- festigungsschienen gerutscht (Ursache: Fehlende Schraubensicherungspaste) > nach etwas Zeit (ca. zwei oder drei Tage) hat der Batteriewarner angesprochen und die Batterien waren leer gesaugt (Ursache: Relais des Batteriewächters defekt) > Lichtschalter an der Heckpumpe für Rundumbeleuchtung brechen teilweise (Ursache: keine, brechen einfach, habe einen kleinen Vorrat jetzt angelegt) Weiteres ist mir immoment nicht bekannt. Fahrverhalten ist gut bis sehr gut. Einziges Problem ist beim Rückwärtsfahren. Wer kein Gefühl zwischen Kupplung und Fußfahrgeber kennt, der wird mit dem Fahrzeug wie ein Kanninchen zurück fahren (kein Mercedes oder Schlingmann Problem). Die Heckpumpe (FPN 10/1000) ist übersichtlich und sehr Bedienerfreundlich. Der Aufbau lässt sich gut für andere Zwecke oder Aufnahmen umbauen (pimp my LF :-) ) Z. B. in G4 habe ich vor kurzem eine Aufnahme für einen Hochdrucklüfter montiert. Gewartet wird das Fzg. in einer Fachwerkstatt und von mir (in der Fachwerkstatt arbeite ich selber, vorteil dabei ist, es brauch sich kein anderer FA frei nehmen). So das sollte reichen. Mit schönen Gruß aus Niedersachsen. www.feuerwehr-daverden.de | |||||
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| Autor | Juli8an 8H., Stemwede / NRW | 489739 | |||
| Datum | 16.06.2008 18:36 | 6942 x gelesen | |||
| Hallo, Geschrieben von Lars Oetting Wer kein Gefühl Meinst du damit, dass das LF beim Rückwärtsfahren "hoppelt"? Dann ist das ein (bekanntes) Mercedes Problem. Mfg, Julian Ich vertrete hier ausschließlich meine persönliche und private Meinung und nicht die der Feuerwehr, der ich angehöre. "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein | |||||
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| Autor | Lars8 O.8, Langwedel / Niedersachsen | 489991 | |||
| Datum | 18.06.2008 06:30 | 6688 x gelesen | |||
| Hallo Julian. Habe mich mal schlau gemacht. Und du hast in gewisser weise rechts. Diese Problem ist allerdings Typenbezogen. Gestern abend hat es unser Maschi es auch wieder geschafft ohne hoppeln die Fzg.-Halle zu erreichen. Es gibt für die betroffenen Fzg. eine Änderung des Schwungrades und ggf. der Druckplatte. www.feuerwehr-daverden.de | |||||
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| Autor | Maxi8mil8ian8 H.8, Plößberg / Bayern | 490010 | |||
| Datum | 18.06.2008 11:32 | 6570 x gelesen | |||
| Servus Daniel, Haben ein LF 8/6 MB 814F Ziegler (1997). Bin mit dem Fahrzeug so sehr zufrieden, Pumpe läuft einwandfrei und ist auch sehr bedienerfreundlich. Nur jetzt hatten wir die ersten Probleme mit Rost am Aufbau, die Rolloabschlüsse von G3/G4 und vom Pumpenstand waren alle voll Rost, ging aber zum glück noch nicht all zu tief rein und beseitigten wir in einem Samstag zu dritt selbst. Fahreigenschaften sind auch ganz gut, ist nur etwas schwach auf der Brust. TLF 16/25 MB 1019 F Ziegler (1979). Ich finde das Teil einfach nur Geil, das Fahrverhalten ist (wenn man einen neuen LKW gewöhnt ist) nicht so toll, es ist ein "immer-lenker" sag ich mal. Die Pumpe ist mehr als nur einfach zu Bedienen und funktioniert einfach immer ohne probleme. Mussten in den fast 30 Jahren jetzt soweit ich weiß nur mal die dichtungen wechseln (Niederschraubventil) und einmal den trockomat. Aber nach den 29 Jahren kommen eben die "krassen" Probleme durch. Getriebe tropft, Getriebe hat auch schon nen leichten schaden weg, Aufbau ist auf einer fläche von 20x20cm Durchgerostet ebenfalls wie 2 löcher in der Beifahrertüre (bereits alles rep). Die Fahrzeuge kommen zum Service usw in die Werkstatt, rost usw. wird von uns selbst gemacht. | |||||
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