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| Thema | Löschmittel Sicherheitstrupp | 6 Beträge | |||
| Rubrik | Taktik | ||||
| Autor | Katj8a R8., Köln / NRW | 352607 | |||
| Datum | 31.07.2006 12:20 | 7423 x gelesen | |||
| Hi! Bin beim Bericht der Unfallkommission Tübingen auf folgenden Absatz gestoßen: "Die FwDV 7 schreibt den Aufbau eines Rohres als Reserverohr übrigens auch bewusst nicht vor. Die FwDV 7 geht vielmehr davon aus, dass bei einem notwendigen Rettungseinsatz zunächst das Rohr des in Not geratenen Trupps zum Löschen benutzt werden kann." Wer von euch statt den Sicherheitstrupp nicht mit einer eigenen Schlauchleitung aus? Wenn nein, warum nicht? Bekommt er ein anderes Löschmittel mit auf den Weg? Wenn ja, welches? Wenn der SiTr eine eigene Schlauch-Leitung bekommt, ab wann geht er nur noch mit Wasser am Rohr weiter? Gruß Katja "Wenn irgendwo auf der Welt ein Mensch hinfällt, steht er wieder auf. Der Deutsche hingegen schaut sich um, wen er verklagen kann." Vorstehendes ist lediglich meine eigene Meinung und keine rechtliche Empfehlung o.ä.! | |||||
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| Autor | Chri8sti8an 8F., Wernau / Baden-Württemberg | 352610 | |||
| Datum | 31.07.2006 12:34 | 5411 x gelesen | |||
Geschrieben von Katja MidunskyWer von euch statt den Sicherheitstrupp nicht mit einer eigenen Schlauchleitung aus? Ich kannte bisher gar nichts anderes, als SiTr nur mit eigenem Rohr. Geschrieben von Katja Midunsky Wenn der SiTr eine eigene Schlauch-Leitung bekommt, ab wann geht er nur noch mit Wasser am Rohr weiter? Ab dem selben Punkt, an dem er auch als normaler AT-Trupp mit Wasser am Rohr vorgehen würde. Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder! Christian Fischer Wernau P. S.: Besucht uns doch mal auf unseren Internetseiten: www.feuerwehr-wernau.de | |||||
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| Autor | Ulri8ch 8C., Düsseldorf / NRW | 352611 | |||
| Datum | 31.07.2006 12:37 | 5253 x gelesen | |||
Geschrieben von Katja MidunskyWer von euch statt den Sicherheitstrupp nicht mit einer eigenen Schlauchleitung aus? Wenn nein, warum nicht? SiTr-Konzept sieht natürlich ein eigenes Rohr vor! (Vgl. dazu die Diskussion um den Anschluß desselben von vor ein paar Wochen.) Was anderes halten wir für nur dann vertretbar, wenn SICHER ist, dass der betroffenen Trupp keinerlei Problem mit dem Schlauch (inkl. dessen Länge!), mit dem Rohr (inkl. einer möglichen Verstopfung oder eines Strahlrohrdefekts) hat UND der Weg zum betroffenen Trupp auf ganzer Länge SICHER ist. Die ganzen Faktoren kann man m.E. bei Einsätzen eines SiTr beim Brandeinsatz (Löschen!) nicht gewährleisten. Das wäre was anderes, wenn man Suchtrupps vorgeschickt hat, die z.B. im verrauchten Bereich ein Problem bekommen - und überhaupt kein Feuer da in der Gegend ist. Geschrieben von Katja Midunsky Bekommt er ein anderes Löschmittel mit auf den Weg? Wenn ja, welches? Nein, bei uns üblicherweise Wasser + Netzmittel. Geschrieben von Katja Midunsky Wenn der SiTr eine eigene Schlauch-Leitung bekommt, ab wann geht er nur noch mit Wasser am Rohr weiter? Keine festen Vorgaben, aber der wird das sicher genau so entscheiden, wie wenn er ATr wäre, d.h. da wo es "warm" wird und man ggf. das Rohr braucht. ----- mit privaten und kommunikativen Grüßen Cimolino | |||||
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| Autor | Step8han8 B.8, Wesseling / NRW | 352613 | |||
| Datum | 31.07.2006 13:10 | 5639 x gelesen | |||
| Hallo! Bei uns hat der Rettungstrupp auch eine eigene Schlauchleitung mit CM-Rohr oder HSR. Üblicherweise werden die C-Schläuche vor dem Gebäude in Buchten abgelegt. (Ähnlich gehen auch reguläre Trupps vor, STK haben wir nur auf zwei Fahrzeugen und setzen sich sehr zögerlich durch.) Als Löschmittel im IA wird bei uns grundsätzlich Wasser ohne Zusätze verwendet. Die Schlauchleitung des Rettungstrupps wird normalerweise am gleichen Verteiler angeschlossen, wie des regulären Trupps ? trotz mangelnder Redundanz und in der Regel 3 ? 4 Löschfahrzeugen am Einsatzort. Zur Ausrüstung des Rettungstrupps zählt ferner die Rettungstrupptasche. In dieser Tasche befindet sich eine 6,8 L CFK-Atemluftflasche mit Druckminderer, langer Mitteldruckleitung und Lungenautomat; Ersatzmaske; Ersatzmaske; Bergetuch und Bandschlingen mit Karabiner. Die persönliche Ausrüstung des Rettungstrupps entspricht der des vorgenden Trupps [FW-Stiefel, Hupf 2 Hose, Überhose (falls privat beschafft oder man gehört zu den 4 Glücklichen/Löschzug die eine Überhose von der Stadt bkommen), Hupf 1 Jacke, Haltegurt, PA und Maske, Helm mit Hollandtuch, falls vorhanden Flammschutzhaube (nur privat beschafft), 1 FuG 11b/Trupp]. Die Stärke des Rettungstrupps beträgt bei uns zwei Mann, ebenso die Stärke der übrigen Atemschutztrupps. Jeder AGT soll mindestens ein Notfalltraining pro Jahr absolvieren. Die Organisation der Einsatzstelle erfolgt bei uns leider ähnlich, wie im Falle Tübingen. Die AGT sammeln sich an der ASÜ und werden dann in den Innenangriff geschickt. Im günstigsten Falle werden die AGT im IA von einem Gruppenführer geführt, der den IA leitet. Die ASÜ erfolgt bei uns abschnittsbezogen. Gruß Stephan | |||||
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| Autor | Henn8ing8 K.8, Dortmund / NRW | 352649 | |||
| Datum | 31.07.2006 15:58 | 5379 x gelesen | |||
Geschrieben von ---Katja Midunsky---
Irgendwie komme ich jetzt mit den Verneinungs-Ebenen durcheinander ;-) Unser SiTr-Konzept sieht vor, dass für den SiTr am Verteiler Armaturen und Schläuche für eine zusätzliche Strahlrohrvornahme "bereit gelegt" werden. (bzw. bereits eine Leitung vom Verteiler zum Standort des SiTr gelegt wird, wenn dieser nicht am Verteiler bereitsteht). Beim Einsatz des SiTr soll dieser die Schlauchleitung (zunächst) ohne Wasser am Rohr mitnehmen, um schneller vorgehen zu können. Es wird ausdrücklich auf die Dynamik eines Brandgeschens und die von aussen nicht einzuschätzende Brandgefahr im Bereich des in Not geratenen Trupps hingewiesen, deswegen ist in jedem Fall eine Schlauchleitung mitzuführen.
im Zweifel das, was der ATr auch hat... Wenn der SiTr eine eigene Schlauch-Leitung bekommt, ab wann geht er nur noch mit Wasser am Rohr weiter? Das muss der Truppführer selbst entscheiden. Gruß, Henning | |||||
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| Autor | Tors8ten8 V.8, Bernau bei Berlin / | 352766 | |||
| Datum | 01.08.2006 08:08 | 5264 x gelesen | |||
| Hallo Katja, die Unfallkommission "Tübingen" hat hier wohl eine eigene Interpretation der FwDV 7. Das im Bedarfsfall das Rohr des verunglückten Trupps nicht zur Verfügung steht, haben die Einsätze in Tübingen und Berlin, Beusselstraße deutlich aufgezeigt. Deshalb halte ich ein eigenes HSR für den SiTr für dringend geboten. Ab wann der SiTr. mit "Wasser am Rohr" vorgeht obliegt dem Einsatzleiter bzw. dem vorgehenden SiTr. selbst. Du zielst sicherlich auf die Diskrepanz ab, dass ein Trupp ohne Wasser schneller vorankommt aber dafür ein höheres Eigenrisiko trägt. Keinesfalls darf ein SiTr aber Opfer seines eigenen Einsatzes werden. Im Bedarfsfall (kleines zeitliches Rettungsfenster) ist es auch möglich ohne Wasser am Rohr vorzugehen. Das bedeutet in der Einsatzstellenorganisation, dass ab diesem Zeitpunkt der Verteiler fest besetzt sein muss. Nur so kann der nach Wasser rufende Trupp auch versorgt werden. Aber das ganze muss auch in euer Gesamtkonzept passen. Insellösungen sind hier nicht hilfreich, da im Atemschutznotfalleinsatz eine verzahnte Arbeit garantiert sein muss. Die Gesamtkonzepte u.a. der Düsseldorfer und auch der Berliner sind in den einschlägigen Fachmagazinen und -bücher nachzulesen. Aber auch andere Feuerwehren haben interessante Lösungsansätze. Deshalb macht es Sinn, sich und das Rettungssystem immer wieder zu überprüfen und ggf. zu verändern und anzupassen. Liebe Grüße Torsten | |||||
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